Don ShowalterHead Coach // USA U17Exakt zwei Mannschaften dominierten die U17-WM, sie waren den restlichen Teams um ein gefühltes Lichtjahr voraus. Das Team USA, welches letztes Jahr den Titel bei den FIBA Americas holte, präsentierte sich noch einmal deutlich stärker. Gegner Polen war das Überraschungsteam der EM im Vorjahr, da ihnen aber letztendlich die Luft ausging, blieben sie auf einem vierten Platz kleben. Dass damals mehr drin war, bewiesen sie jetzt.
Die US-Amerikaner wurden eigentlich nicht wirklich gefordert. Erst das polnische Team um die großen Drei Przemyslav Karnowski, Mateusz Ponitka und Tomasz Gielo testete die Grenzen des Überteams aus Übersee. Durch starke Einzelaktionen wie Brad Beals Dreier-Doppelschlag, dachte man bereits, die jungen Amerikaner segeln einem „easy win“ entgegen. Als danach Tony Wroten per alley-oop-Kracher vollendete, war die Stimmung in der ausverkauften Halle wunderbar launig. Doch im Gegenzug versorgte Polens Daniel Szymiewicz mit einem spektakulären Treffer von der Mittelfeldlinie das Publikum mit dem nächsten Höhepunkt.
Bis zwei Minuten vor Ende der Halbzeit hielten sich die Polen so in Schlagweite. Mateusz Ponitka verkürzte per schönem 3-Punkte-Spiel zum 41-46. Doch danach hat US-Coach Don Showalter, der mehrmals zur Auszeit bat, um sein Team umzustellen, die richtige Rotation gefunden. Das US-Team zog in den letzten 179 Sekunden der Hälfte an der Qualitätsschraube und finishte mit einem 12-0-Run, die polnische Fünf war da nur noch Zuschauer mit besonders guten Plätzen.
Im dritten Viertel hielten unsere Nachbarn aus Polen noch einmal bestens mit, verkürzen konnten sie aber nicht mehr. Die USA hatten da das Spiel längst im Griff und vor allem in James McAdoo einen Spieler, der immer wieder in der Zone punktete. Am Ende erwies sich McAdoo mit 20 Punkten als Topscorer, alle elf anderen Kaderspieler konnten sich allerdings ebenfalls in die Scoring-Liste eintragen. Bei Polen war Tomasz Gielo mit 21 Punkten am erfolgreichsten.
Dominant cool, zu athletisch, zu wurfstark, zu gut in der Verteidigung. Das Team USA war das ultimative Team dieser WM. Der Premieren-Sieger einer U17-WM konnte nur aus dem USA kommen. Höchstpersönlich NBA-Superstar Dirk Nowitzki überreichte schlussendlich den Pokal an die US-Jungs...in zwei Jahren könnten sie sich wieder sehen, denn Leute wie McAdoo, Marquis Teague und Michael Gilchrist absolvieren nun ihr Pflicht-Jahr auf dem US-College und dürften sich danach im NBA-Draft finden können.
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Interview
Don Showalter
USA // Head Coach ,Head Coach // USA // U17
Wie wird man solch ein guter Spieler, wie es die amerikansichen Spieler vorzeigen?
Die Spieler beginnen bereits im Alter von 4/5 Jahren Basketball zu spielen. Sehr großer Wert wird auf die Fundamentals gelegt. Skill Development ist von Anfang an ein Grundbaustein in der Entwicklung eines jungen Spielers. Natürlich muss man auch sehr viel spielen. Wettkampf und Wettkämpfe sind hierbei elementär.
Das klingt so, als müsse man bei einem Top-Team spielen, um diese Fundamentals zu erlernen und ein guter Spieler zu werden?
You can get better by yourself. Basketball ist eine der wenigen Sportarten bei denen man selber sehr gut werden kann. Man muss einfach an sich arbeiten!
Bei diesen Top-Talenten - Wo ist da der Unterschied beim Formen eines Teams zwischen den USA und anderen Ländern, schließlich spielen in den USA, voraussichtlich die Besten der Welt!
In jedem Land ist es das selbe Schema. Wir haben Kontakt zu Coaches und über Scouting Services und Colleges erfahren wir über neue gute Spieler.


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