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EnBW Ludwigsburg vs
ratiopharm Ulm
80 - 71
Nov. 14, 2009 / BBLSechster Sieg in Folge für EnBW Ludwigsburg!
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Nach einer nervösen Anfangsphase, in der beide Mannschaften zunächst nur mit Ballverlusten und Fehlwürfen aufzufallen wussten, erzielte Christian Burns nach zwei Minuten per Dreier die ersten Punkte der Partie. Die Gäste aus Ulm nahmen nun so langsam Fahrt auf, während Ludwigsburg weiterhin seinen Rhythmus in der Offensive zu suchen schien, sodass die Mannschaft um den Ex-Ludwigsburger Coleman Collins ihre Führung Stück für Stück ausbauen konnte. Nachdem Kyle Visser zwischenzeitlich sein zweites Foul kassiert hatte, komplettierte Nationalspieler Robin Benzing einen 7-0 Run der Gäste zum 15:6 nach sechs Minuten.

Phillipp Heyden konnte den Ulmer Lauf mit einem Treffer von der Freiwurflinie zunächst stoppen, doch Lee Humphrey und Christian Burns legten nach und bauten den Vorsprung weiter aus (20:7). Ludwigsburg kam mit der Zonenverteidigung der Gäste überhaupt nicht zurecht, während die gut hundert mitgereisten Ulmer Fans gelungene Aktionen von Burns, Trice & Co. bejubeln durften. Erst mit der Einwechslung von David McCray lief es besser für die Hausherren. Der junge Point Guard brachte neuen Schwung ins Spiel der Mannschaft von Head Coach Tolga Öngören und erzielte fünf Zähler in Serie, ehe es beim Stand von 25:14 aus dem ersten Viertel ging.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts präsentierten sich die Barockstädter vor allem in der Verteidigung stark verbessert, während Domonic Jones und David McCray im Angriff für die nötigen Punkte sorgten. Michael Haynes riss die Zuschauer in der Arena schließlich mit einer spektakulären Flugeinlage von den Sitzen und zwang Gästetrainer Mike Taylor nach sieben Ludwigsburger Zählern in Folge zu seiner ersten Auszeit. Anschließend stoppte Collins den Zwischenspurt der Gastgeber per Dunking, doch die EnBW’ler blieben am Drücker und der stark aufspielende McCray sorgte mit seinem dritten erfolgreichen Dreier erneut für Begeisterung unter den Ludwigsburger Fans, ehe Richard Chaney die Hausherren nach fünf Minuten bis auf 27:26 heranbringen konnte.

Nach der zweiten Ulmer Auszeit lieferte Haynes mit einem weiteren Dunk erneut ein echtes Highlight, anschließend kamen die Barockstädter jedoch völlig aus dem Tritt. Ulm hingegen lief heiß. Robin Benzing, Lee Humphrey und Kevin Kanaskie trafen aus der Distanz und führten ihr Team damit zu einem 11-1 Zwischenspurt. So ging es für die Gastgeber letztlich mit einem 40:33 Rückstand in die Halbzeit.

Nach einer langen und intensiven Pausenansprache von Head Coach Tolga Öngören kam Ludwigsburg zu Beginn des zweiten Durchgangs mit viel Energie aus der Kabine. Angetrieben von lautstarker Unterstützung der EnBW-Fans verkürzten Michael King, Quadre Lollis und Kyle Visser nach drei Minuten auf 45:41, doch Lee Humphrey hatte mit einem erfolgreichen Dreier die passende Antwort parat und hielt die Gastgeber auf Abstand. Zudem musste Visser mit seinem vierten persönlichen Foul erneut auf der Bank Platz nehmen. So befanden sich die Ulmer plötzlich wieder im Aufwind und schraubten ihren Vorsprung bis zum Ende des dritten Viertels auf 59:51.

Den Schlussabschnitt eröffnete Humphrey mit seinem fünften Treffer aus der Distanz, doch Ludwigsburg ließ sich nicht abschütteln. Domonic Jones führte sein Team mit sechs Punkten in Serie zurück in die Partie und zwang Mike Taylor nach drei Minuten zu einer erneuten Auszeit. Die Barockstädter hatten nun Blut geleckt und Kyle Bailey legte mit zwei weiteren Punkten nach um einen 10-0 Zwischenspurt des EnBW-Teams zum 62:61 zu komplettieren.

Die Arena begann zu brodeln, Robin Benzing jedoch behielt kühlen Kopf und stoppte den Lauf der Gastgeber mit einem Treffer von der Dreierlinie. Als Richard Chaney und Kyle Visser wenig später für den 65:65 Ausgleich sorgten, glich die neue Ludwigsburger Spielstätte endgültig einem Hexenkessel und bot der auf höchstem Niveau geführten Schlussphase einen beeindruckenden Rahmen. Beide Teams lieferten sich nun einen offenen Schlagabtausch und begeisterten ihre Anhänger mit einer spektakulären Aktion nach der anderen.

Eine Minute vor dem Ende besorgte Chaney schließlich die erste Ludwigsburger Führung im gesamten Spielverlauf und löste damit einen wahren Jubelsturm auf den Rängen aus. Es folgte eine Auszeit der Ulmer, ehe Rocky Trice von der guten EnBW-Defense zu einem schweren Wurfversuch gezwungen wurde und vergab. Kyle Visser schnappte sich den Rebound und verwandelte anschließend einen der beiden fälligen Freiwürfe zum 72:69. Auf der Gegenseite ging Lee Humphrey, mit 15 Zählern Topscorer der Gäste, leer aus und machte den Weg frei für einen Dunking von Richard Chaney, der die Zuschauer in der Arena Ludwigsburg regelrecht in Extase versetzte. Christian Burns sorgte noch einmal für einen Aufschub der Feierlichkeiten, ehe zwei erfolgreiche Freiwürfe von Kyle Bailey sowie Punkte von Domonic Jones und Michael Haynes alle Dämme brechen ließen. Unter ohrenbetäubendem Jubel ertönte beim Stand von 80:71 die Schlusssirene und der Hexenkessel Arena feierte den sechsten EnBW-Sieg in Serie.

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Auf einen Blick

Wer
BBL// EnBW Ludwigsburg vs ratiopharm Ulm
Wo
Arena Ludwigsburg Martin-Luther-Straße 80 71636 Ludwigsburg
Wann
Samstag, den 14.11.2009, um 19:55 Uhr
Was
Beim Lokalderby werden die Ludwigsburger gut auf Christian Burns, den Top-Scorer und Top-Rebounder der Ulmer aufpassen müssen. Der 24-jährige Flügelspieler erzielte in den bisherigen Spielen durchschnittlich 17,0 Punkte und holte 7,0 Rebounds und ist damit der optimale Ersatz für den nach Bremerhaven abgewanderten Leistungsträger Jeff Gibbs. Des Weiteren haben sich die Neuzugänge Roderick Trice und Coleman Collins gut in Ulm eingelebt. Trice kam vor Saisonbeginn von Göttingen nach Ulm und Collins stand während der Saison 2007/2008 für Ludwigsburg auf dem Parkett. Mit Per Günther und Robin Benzing hat das Team um Head Coach Mike Taylor auch zwei Nationalspieler in ihren Reihen, die in Ulm zu gestandenen Bundesligaspielern reifen wollen.
Warum
Doch zu Hause vor einer gut gefüllten Arena will EnBW Ludwigsburg überzeugen und den Fans ein gutes Spiel zeigen. „Alle Spieler sind fit. Wir konnten gut trainieren und uns konzentriert auf das Derby vorbereiten,“ so der Ludwigsburger Head Coach und ergänzt: „Es wird ein wichtiges Spiel für uns.“ Für die Ulmer ist diese Begegnung genauso entscheidend. In dieser Woche wurde bekannt gegeben, dass es in Ulm zum Bau der neuen Multifunktions-Arena kommt. Bis dahin war unsicher wohin die Reise des Ulmer Bundesligabasketballs führt. Nach diesem positiven Signal der Städte Ulm und Neu-Ulm ist das Ulmer Team und Management natürlich daran interessiert sich wieder ganz dem sportlichen Erfolg zu widmen.

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