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Jan. 02, 2010 / Pro AFulminanter Endspurt des neuen Tabellenfünften BV Chemnitz 99 führte zu einer 75:82 - Niederlage der Giants Nördlingen!
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Sicht von Giants Nördlingen:
Die Basketballer der Giants Nördlingen warten weiter auf ein Erfolgserlebnis. Bis drei Minuten vor dem Ende des 14. Punktspieles dieser Saison sah es allerdings so aus, als ob der Knoten platzen würde. Da führten die Rieser in eigener Halle noch mit 71:67. Doch ein fulminanter Endspurt des neuen Tabellenfünften führte zu einer 75:82 - Niederlage und hinterließ eine traurige Mannschaft und Nördlinger Fangemeinde, die nun durch den Sieg von Verfolger Jena gegen den FC Bayern München auch noch den Sturz auf einen Abstiegsplatz verdauen muss.
Man hatte sich so viel vorgenommen im Nördlinger Lager. Die Mannschaft war komplett. Der Langzeitverletzte Casey Archibald wirkte ebenso mit wie Neuzugang Giordan Watson. Doch die jeweils 16 Punkte beider Leistungsträger reichten nicht, um das letzte Heimspiel der Hinrunde für sich zu entscheiden. Denn schon zu Beginn zeigte sich, wo die Gäste den Hebel ansetzen würden. Im Stile einer Anti-Terroreinheit stürmten sie den Nördlinger Korb. 16 (!) Offensivrebounds zeigten, wo die Truppe von Chemnitz Trainer Anton Mirolybov ihren Hebel ansetzte. Dabei hatte dessen Nördlinger Gegenüber Alex Biller vor der Reboundstärke, speziell vor den sogenannten „Zweiten Chancen“, explizit gewarnt. 12 „second chance points“ bei den Gästen lassen den Verdacht aufkommen, bei einer Niederlage von sieben Punkte hier den richtigen Ansatz gefunden zu haben. Auch Biller sah dies nach Schlusspfiff so. „Chemnitz ist die stärkste Mannschaft im Offensivrebound!“
Dennoch kamen die Gäste, vor allem in den ersten beiden Vierteln, zu vielen einfachen Punkten durch einfaches Grundlinienspiel. Die Nördlinger, die die Räume richtigerweise mit einer Zonenverteidigung eng machen wollten, wirkten zu statisch. Immer wieder tankte sich ein Gegner durch. Vor allem der Ex-Rieser Dima Rastatter zeigte, warum er so wertvoll für die Chemnitzer ist. Sieben Punkte im ersten Viertel, 18 Zähler und sechs Rebounds nach 40 Minuten. Zusammen mit Stan Bufford, der ebenfalls auf 18 Zähler kam war er Topscorer des Abends.
Die Nördlinger spielten gut mit. Man merkte, dass über die Feiertage viel gearbeitet wurde, man merkte auch, dass mit Casey Archibald ein Leader zurückgekehrt war. Zusammen mit Neuzugang Giordan Watson gaben sie dem Nördlinger Spiel Stabilität und schafften es auch immer wieder, Rückstände zu egalisieren. So zum Beispiel, als die Einheimischen drei Minuten vor Ende des dritten Viertel 40:51 im Rückstand lagen. Watson sorgte hier mit acht Punkten fast alleine für den 55:54 Viertelstand und für die Hoffnung, dass das Jahr 2010 positiv für die Kraterboys begann.
Die hatten auch die 1109 Zuschauer, die endlich wieder einmal vom Team mit ins Boot der Begeisterung geholt werden konnten. Immer wieder schafften die Nördlinger es, das Publikum zu Beifallsstürmen hinzureißen. Doch letztendlich brachten drei unnötige Fehler die Giants auf die Verliererstraße. Die Chemnitzer waren einfach gewillter und bereiter für einen Sieg, der lange auf des Messers Schneide stand. Innerhalb von einer Minute machten sie aus einen 67:71 – Rückstand eine eigene 76:71- Führung und zogen den Nördlingern damit endgültig den Zahn.
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Sicht von BV Chemnitz 99:
Den Basketballern der BV Chemnitz 99 ist ein Auftakt nach Maß ins Jahr 2010 gelungen. Am Samstagabend setzten sich die NINERS in Nördlingen völlig verdient mit 82:75 durch und kletterten somit auf den fünften Tabellenplatz. Über weite Strecken zeigte das Team eine kämpferisch und spielerisch überzeugende Leistung. Nur gegen Ende des dritten und zu Beginn des vierten Viertels leisteten sich die BV-Korbjäger eine kurze Schwächephase. Dennoch war Cheftrainer Anton Mirolybov am Ende hoch zufrieden: „Ich bin sehr stolz auf mein Team. Nördlingen war deutlich besser als es die Tabelle vermuten lässt. Gerade Neuzugang Watson und Rückkehrer Archibald haben uns einige Probleme bereitet. Dazu kamen unsere Verletzungssorgen. Deshalb ist der Sieg umso höher zu bewerten.“
Vor 1.100 Zuschauern in der Hermann-Keßler-Halle musste Anton Mirolybov erneut auf Alex Rosenthal (Bänderriss) verzichten. Der ebenfalls angeschlagene Stefan Ahnsehl gab dagegen kurz vor Spielbeginn grünes Licht – in Bezug auf die Deutschquote ein nicht zu verachtender Faktor für den späteren Erfolg. Die Chemnitzer Startaufstellung bildeten zunächst aber Gary Johnson, Stan Bufford, Tom Lipke, Davon Roberts und Dima Rastatter. Diese Formationen erarbeitete sich bis Mitte des ersten Viertels eine knappe 9:7-Führung. Anschließend deuteten die Giants Nördlingen allerdings erstmals ihre Stärken an. Innerhalb kürzester Zeit besorgten Archibald, Watson und Michael mit drei Treffern von der 6.25m-Linie das 17:13 für die Gastgeber. Doch Chemnitz hatte die passende Antwort parat. Zunächst verwandelte Bufford einen Korbleger trotz Foul sowie den daraus resultierenden Bonusfreiwurf und mit Ablauf der Spieluhr erzielte Harbut das 20:19 für die NINERS.
Mit einem knappen Vorsprung ging es also in den zweiten Spielabschnitt. Die ersten Minuten waren dann zunächst von aggressiver Verteidigung, aber auch von einigen vermeidbaren Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Allerdings fanden die BV-Korbjäger ihren offensiven Rhythmus schneller wieder und legten Mitte des Viertels einen kurzen 8:0-Lauf zum 29:21 hin. Dass dieser knappe Vorsprung auch in der Folge bestand hatte, war vor allem Tom Lipke zu verdanken. Der 23-Jährige schnappte sich immer wieder wichtige Offensivrebounds und versenkte das orange Leder teils spektakulär per Dunking im Korb. Für den krönenden Abschluss des Viertels sorgte allerdings Michael Allen. Wenige Sekunden vor der Pause erhielt der US-Boy in der linken Ecke den Ball, drückte sofort ab und die Murmel rauschte mit dem Ertönen der Schlusssirene durch den Ring – 38:29-Halbzeitführung für Chemnitz.
„Wir haben gut verteidigt und Nördlingen wirkte etwas verunsichert“, analysierte BV-Präsident Detlef Müller zur Pause. Dass die Bayern nach sieben Niederlagen in Folge und zahlreichen Spielerwechseln unter großem Erfolgsdruck standen, war offensichtlich. Doch zu Begin des dritten Viertels stellten die Giants ihre Siegambitionen eindrucksvoll unter Beweis. Binnen 90 Sekunden verkürzte der Gastgeber auf 36:38 und die NINERS gerieten erstmals ins Wanken. Allerdings half die Ausgeglichenheit des Chemnitzer Teams, diese Phase unbeschadet zu überstehen. In sechs aufeinander folgenden Angriffen kamen mit Roberts, Lipke, Rastatter, Johnson, Bufford und Harbut sechs verschiedene BV-Akteure zum Korberfolg. Bis auf den Letztgenannten konnten all diese Akteure in Nördlingen sogar zweistellig punkten. Beim Stand von 54:44 für Chemnitz rund drei Minuten vor Ende des Viertels schien der Auswärtssieg dann auch zum Greifen nah.
Doch urplötzlich lief bei den NINERS gar nichts mehr zusammen. Ein Ballverlust jagte den nächsten, in der Verteidigung offenbarte man große Lücken und zur Krönung ließ sich der nicht gerade unathletische Stan Bufford beim Korblegerversuch auch noch abräumen. So lagen die BV-Korbjäger mit Beginn des Schlussviertels auf einmal hinten und Nördlingen drückte weiter aufs Gaspedal. Allmählich wachte auch das Heimpublikum auf und Benjamin Fumey schloss von der Linie den 16:0-Lauf des Gastgebers ab. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich der Chemnitzer Rückstand zwar noch in Grenzen (54:60), doch das Momentum sprach eindeutig für Nördlingen. „Wir haben den Giants in dieser Phase viel zu viele freie Würfe gestattet. Außerdem musste ich mit Dima, Gary und Davon gleich drei Starter einige Zeit auf der Bank lassen, weil sie große Foulprobleme hatten“, erklärte BV-Coach Mirolybov.
Angesichts der drohenden Niederlage musste der Finne nun aber volles Risiko gehen und schickte nacheinander all seine Leistungsträger zurück aufs Feld. Die Maßnahme zeigte Wirkung, markierten doch eben Roberts, Rastatter und Johnson die nächsten Treffer der NINERS. Zudem verteidigten die drei trotz ihrer Foulbelastung sehr clever und effektiv, wodurch der Giants-Lauf endgültig gestoppt wurde. „Wir wussten, dass wir uns mit harter Defensive den Sieg sichern könnten“, sagte Mirolybov. So brachte zweieinhalb Minuten vor Spielende dann auch ein Ballgewinn von BV-Kapitän Johnson die Wende. Denn dessen Gegenangriff konnte Nördlingens Jannis Michael nur mit einem unsportlichen Foul stoppen. Johnson verwandelte beide Freiwürfe und mit dem anschließenden Ballbesitz besorgte Rastatter die 72:71-Führung für Chemnitz. Bufford legte umgehend mit einem weiteren Steal inklusive Fastbreakdunk nach. Als schließlich Tom Lipke einen Defensivrebound eroberte und auf der Gegenseite selbst verwandelte, war die Partie entschieden. In der finalen Freiwurf-Rallye hielten sich die NINERS mehr oder weniger unbeschadet und letztlich setzte Lipke mit einem krachenden Dunk den krönenden Schlusspunkt des Abends.
Die Basketballer der Giants Nördlingen warten weiter auf ein Erfolgserlebnis. Bis drei Minuten vor dem Ende des 14. Punktspieles dieser Saison sah es allerdings so aus, als ob der Knoten platzen würde. Da führten die Rieser in eigener Halle noch mit 71:67. Doch ein fulminanter Endspurt des neuen Tabellenfünften führte zu einer 75:82 - Niederlage und hinterließ eine traurige Mannschaft und Nördlinger Fangemeinde, die nun durch den Sieg von Verfolger Jena gegen den FC Bayern München auch noch den Sturz auf einen Abstiegsplatz verdauen muss.
Man hatte sich so viel vorgenommen im Nördlinger Lager. Die Mannschaft war komplett. Der Langzeitverletzte Casey Archibald wirkte ebenso mit wie Neuzugang Giordan Watson. Doch die jeweils 16 Punkte beider Leistungsträger reichten nicht, um das letzte Heimspiel der Hinrunde für sich zu entscheiden. Denn schon zu Beginn zeigte sich, wo die Gäste den Hebel ansetzen würden. Im Stile einer Anti-Terroreinheit stürmten sie den Nördlinger Korb. 16 (!) Offensivrebounds zeigten, wo die Truppe von Chemnitz Trainer Anton Mirolybov ihren Hebel ansetzte. Dabei hatte dessen Nördlinger Gegenüber Alex Biller vor der Reboundstärke, speziell vor den sogenannten „Zweiten Chancen“, explizit gewarnt. 12 „second chance points“ bei den Gästen lassen den Verdacht aufkommen, bei einer Niederlage von sieben Punkte hier den richtigen Ansatz gefunden zu haben. Auch Biller sah dies nach Schlusspfiff so. „Chemnitz ist die stärkste Mannschaft im Offensivrebound!“
Dennoch kamen die Gäste, vor allem in den ersten beiden Vierteln, zu vielen einfachen Punkten durch einfaches Grundlinienspiel. Die Nördlinger, die die Räume richtigerweise mit einer Zonenverteidigung eng machen wollten, wirkten zu statisch. Immer wieder tankte sich ein Gegner durch. Vor allem der Ex-Rieser Dima Rastatter zeigte, warum er so wertvoll für die Chemnitzer ist. Sieben Punkte im ersten Viertel, 18 Zähler und sechs Rebounds nach 40 Minuten. Zusammen mit Stan Bufford, der ebenfalls auf 18 Zähler kam war er Topscorer des Abends.
Die Nördlinger spielten gut mit. Man merkte, dass über die Feiertage viel gearbeitet wurde, man merkte auch, dass mit Casey Archibald ein Leader zurückgekehrt war. Zusammen mit Neuzugang Giordan Watson gaben sie dem Nördlinger Spiel Stabilität und schafften es auch immer wieder, Rückstände zu egalisieren. So zum Beispiel, als die Einheimischen drei Minuten vor Ende des dritten Viertel 40:51 im Rückstand lagen. Watson sorgte hier mit acht Punkten fast alleine für den 55:54 Viertelstand und für die Hoffnung, dass das Jahr 2010 positiv für die Kraterboys begann.
Die hatten auch die 1109 Zuschauer, die endlich wieder einmal vom Team mit ins Boot der Begeisterung geholt werden konnten. Immer wieder schafften die Nördlinger es, das Publikum zu Beifallsstürmen hinzureißen. Doch letztendlich brachten drei unnötige Fehler die Giants auf die Verliererstraße. Die Chemnitzer waren einfach gewillter und bereiter für einen Sieg, der lange auf des Messers Schneide stand. Innerhalb von einer Minute machten sie aus einen 67:71 – Rückstand eine eigene 76:71- Führung und zogen den Nördlingern damit endgültig den Zahn.
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Sicht von BV Chemnitz 99:
Den Basketballern der BV Chemnitz 99 ist ein Auftakt nach Maß ins Jahr 2010 gelungen. Am Samstagabend setzten sich die NINERS in Nördlingen völlig verdient mit 82:75 durch und kletterten somit auf den fünften Tabellenplatz. Über weite Strecken zeigte das Team eine kämpferisch und spielerisch überzeugende Leistung. Nur gegen Ende des dritten und zu Beginn des vierten Viertels leisteten sich die BV-Korbjäger eine kurze Schwächephase. Dennoch war Cheftrainer Anton Mirolybov am Ende hoch zufrieden: „Ich bin sehr stolz auf mein Team. Nördlingen war deutlich besser als es die Tabelle vermuten lässt. Gerade Neuzugang Watson und Rückkehrer Archibald haben uns einige Probleme bereitet. Dazu kamen unsere Verletzungssorgen. Deshalb ist der Sieg umso höher zu bewerten.“
Vor 1.100 Zuschauern in der Hermann-Keßler-Halle musste Anton Mirolybov erneut auf Alex Rosenthal (Bänderriss) verzichten. Der ebenfalls angeschlagene Stefan Ahnsehl gab dagegen kurz vor Spielbeginn grünes Licht – in Bezug auf die Deutschquote ein nicht zu verachtender Faktor für den späteren Erfolg. Die Chemnitzer Startaufstellung bildeten zunächst aber Gary Johnson, Stan Bufford, Tom Lipke, Davon Roberts und Dima Rastatter. Diese Formationen erarbeitete sich bis Mitte des ersten Viertels eine knappe 9:7-Führung. Anschließend deuteten die Giants Nördlingen allerdings erstmals ihre Stärken an. Innerhalb kürzester Zeit besorgten Archibald, Watson und Michael mit drei Treffern von der 6.25m-Linie das 17:13 für die Gastgeber. Doch Chemnitz hatte die passende Antwort parat. Zunächst verwandelte Bufford einen Korbleger trotz Foul sowie den daraus resultierenden Bonusfreiwurf und mit Ablauf der Spieluhr erzielte Harbut das 20:19 für die NINERS.
Mit einem knappen Vorsprung ging es also in den zweiten Spielabschnitt. Die ersten Minuten waren dann zunächst von aggressiver Verteidigung, aber auch von einigen vermeidbaren Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Allerdings fanden die BV-Korbjäger ihren offensiven Rhythmus schneller wieder und legten Mitte des Viertels einen kurzen 8:0-Lauf zum 29:21 hin. Dass dieser knappe Vorsprung auch in der Folge bestand hatte, war vor allem Tom Lipke zu verdanken. Der 23-Jährige schnappte sich immer wieder wichtige Offensivrebounds und versenkte das orange Leder teils spektakulär per Dunking im Korb. Für den krönenden Abschluss des Viertels sorgte allerdings Michael Allen. Wenige Sekunden vor der Pause erhielt der US-Boy in der linken Ecke den Ball, drückte sofort ab und die Murmel rauschte mit dem Ertönen der Schlusssirene durch den Ring – 38:29-Halbzeitführung für Chemnitz.
„Wir haben gut verteidigt und Nördlingen wirkte etwas verunsichert“, analysierte BV-Präsident Detlef Müller zur Pause. Dass die Bayern nach sieben Niederlagen in Folge und zahlreichen Spielerwechseln unter großem Erfolgsdruck standen, war offensichtlich. Doch zu Begin des dritten Viertels stellten die Giants ihre Siegambitionen eindrucksvoll unter Beweis. Binnen 90 Sekunden verkürzte der Gastgeber auf 36:38 und die NINERS gerieten erstmals ins Wanken. Allerdings half die Ausgeglichenheit des Chemnitzer Teams, diese Phase unbeschadet zu überstehen. In sechs aufeinander folgenden Angriffen kamen mit Roberts, Lipke, Rastatter, Johnson, Bufford und Harbut sechs verschiedene BV-Akteure zum Korberfolg. Bis auf den Letztgenannten konnten all diese Akteure in Nördlingen sogar zweistellig punkten. Beim Stand von 54:44 für Chemnitz rund drei Minuten vor Ende des Viertels schien der Auswärtssieg dann auch zum Greifen nah.
Doch urplötzlich lief bei den NINERS gar nichts mehr zusammen. Ein Ballverlust jagte den nächsten, in der Verteidigung offenbarte man große Lücken und zur Krönung ließ sich der nicht gerade unathletische Stan Bufford beim Korblegerversuch auch noch abräumen. So lagen die BV-Korbjäger mit Beginn des Schlussviertels auf einmal hinten und Nördlingen drückte weiter aufs Gaspedal. Allmählich wachte auch das Heimpublikum auf und Benjamin Fumey schloss von der Linie den 16:0-Lauf des Gastgebers ab. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich der Chemnitzer Rückstand zwar noch in Grenzen (54:60), doch das Momentum sprach eindeutig für Nördlingen. „Wir haben den Giants in dieser Phase viel zu viele freie Würfe gestattet. Außerdem musste ich mit Dima, Gary und Davon gleich drei Starter einige Zeit auf der Bank lassen, weil sie große Foulprobleme hatten“, erklärte BV-Coach Mirolybov.
Angesichts der drohenden Niederlage musste der Finne nun aber volles Risiko gehen und schickte nacheinander all seine Leistungsträger zurück aufs Feld. Die Maßnahme zeigte Wirkung, markierten doch eben Roberts, Rastatter und Johnson die nächsten Treffer der NINERS. Zudem verteidigten die drei trotz ihrer Foulbelastung sehr clever und effektiv, wodurch der Giants-Lauf endgültig gestoppt wurde. „Wir wussten, dass wir uns mit harter Defensive den Sieg sichern könnten“, sagte Mirolybov. So brachte zweieinhalb Minuten vor Spielende dann auch ein Ballgewinn von BV-Kapitän Johnson die Wende. Denn dessen Gegenangriff konnte Nördlingens Jannis Michael nur mit einem unsportlichen Foul stoppen. Johnson verwandelte beide Freiwürfe und mit dem anschließenden Ballbesitz besorgte Rastatter die 72:71-Führung für Chemnitz. Bufford legte umgehend mit einem weiteren Steal inklusive Fastbreakdunk nach. Als schließlich Tom Lipke einen Defensivrebound eroberte und auf der Gegenseite selbst verwandelte, war die Partie entschieden. In der finalen Freiwurf-Rallye hielten sich die NINERS mehr oder weniger unbeschadet und letztlich setzte Lipke mit einem krachenden Dunk den krönenden Schlusspunkt des Abends.
Auf einen Blick
Wer
Pro A //
Giants Nördlingen vs BV Chemnitz 99
Wo
Hermann-Kessler-Halle
Am Sportpark
86720 Nördlingen
Wann
Samstag, den 02.01.2010 um 19:30 Uhr!
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Players
Interview
Anton Mirolybov
Head Coach // Pro A // BV Chemnitz 99
Was haben sie ihren Spielern vor dem Spiel gesagt?
Wir wussten, dass Nördlingen als Heimteam mit der Niederlagenserie einen sehr großen Druck verspürte. Das habe ich meinem Team gesagt. Ruhig spielen und abwarten.
Gibt es Spieler, die man besonders hervorheben sollte?
Wir sind nach einer schlechten Phase großartig zurückgekommen. Wenn fünf Spieler zweistellig punkten, spricht das für eine ausgeglichene Mannschaftsleistung. Ein kleines Sonderlob haben sich Tom und Dima verdient, die ganz stark verteidigt und gereboundet haben. Aber auch die Treffer von Terren und Mike sowie die zehn Minuten von Stefan, der so für Toms Verschnaufpausen sorgte, waren sehr wichtig

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