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by Flo HolnburgerStefan Schmidt... und dann war nichts mehr wie es war
Zumeist machen es sich Fans, Experten oder Medien sicherlich zu leicht wenn etwaige Probleme eines Sportteams auf den Trainer abgewälzt werden. Und auch wenn seit dem Abgang Andreas Wagners aus Bayreuth vieles besser läuft, wurde der selbige sicherlich nicht gänzlich sinnfrei vom DBB zum Bundestrainer der Damenauswahl ernannt. Mit dem neuen Coach Marco van den Berg kam trotzdem die Wende, nicht nur beim Team.
So spricht sich Stefan
Schmidt - der im Sommer mit dem A2-Team noch in China unterwegs war
und zuvor noch in Bayreuth verlängerte da ihm mehr Spielzeit
versprochen wurde - über den Verlauf des bisherigen Jahres aus. „Die
Saison hat leider nicht so angefangen wie es mir versprochen wurde,
deshalb war ich über den Trainerwechsel auch nicht ganz
unglücklich.“, sagt er recht deutlich, fügt jedoch an: „Aber
trotzdem weiß ich natürlich, dass man nirgends Spielzeit geschenkt
bekommt. Zum Glück konnte ich beim neuen Trainer gleich einen guten
Eindruck hinterlassen und habe mir die Spielzeit erarbeitet.“
Allgemein betrachtet gibt er übrigens jungen Spielern den Rat auf
ihre Spielzeit zu achten und nicht um jeden Preis in die BBL wechseln
zu wollen.
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Kevin
Durant und Bayreuth – Hoax oder doch ernst gemeint?
Ich habe
ehrlich gesagt nicht viel darüber nachgedacht, es würde mich nur
ablenken. Ich weiß deshalb auch gar nicht woran es letztendlich
gescheitert ist. Ich denke aber, dass es kein Marketing-Gag war, weil
es ja zuerst von Durant´s Agenten veröffentlicht wurde und dann
blieb dem BBC ja nichts anderes übrig. Aber die Geschäftsführung
macht einen sehr guten Job, deshalb hielt ich es nicht für
unrealistisch.
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Erst kürzlich führten wir ein langes Interview
mit Schmidt als Bayreuth noch mächtig in der Krise steckte. Er
meinte damals das Team habe dennoch alles was es brauche um
erfolgreich zu ein. Sicherlich nicht jeder, auch nicht wir waren da
der selben Meinung, doch er sollte Recht behalten. Seit der Ankunft
des holländischen Trainers cruist man zu einer 7-6-Bilanz und schlug
sich vor allem auch gegen die „McMoneysaks“ der BBL wie Bamberg,
München oder Berlin beachtlich aus der Affäre.
Was denkt Schmidt über
den 41-jährigen den neuen „Suit an der Seitenlinie“? „Ich
denke, dass der Trainer und sein Konzept schon sehr viel ausmachen.
Er gibt dem Team unglaublich viel Freiheiten in den Spielzügen und
das passt eben sehr gut zu den verschiedenen Typen, die wir haben.
Außerdem ist er jemand, der sehr genau weiß was er will und das
verlangt er auch von den Spielern ab. Aber solang der Erfolg und
Entwicklung dahinter steht, arbeitet man gerne hart!“, antwortet
er.
Schmidt durfte in besagten 13 Spielen rund 16 Minuten pro
Einsatz ran und scorte dabei 4,5 Punkte im Schnitt. Kombiniert mit
seinem Einsatzwillen und der engagierten Defense-Arbeit erarbeitete
sich der 2,07m lange Center-Forward sogar für zwei Spiele einen
Platz in der Starting Five, was für einen deutschen Spieler in
dieser Liga - besonders unter den finanzschwachen Clubs - immer noch
eine Ausnahme darstellt. Der Befreiung Schmidts scheint demnach viel
mit van den Berg tun zu haben, wobei er die Connection allerdings als
eine übliche bezeichnet: „Ich würde es als normales
Spieler-Trainer Verhältnis beschreiben. Ich fühle mich aber sehr
wohl bei ihm und habe das Gefühl, dass er mich weiterbringen will
und mir hilft den nächsten Schritt zu machen. Natürlich verlangt er
manchmal auch viel von mir, aber ich finde das gut, denn Kritik macht
einen nur besser!“
Van den Berg kitzelt also mit offenbar
durchaus strenger Gangart das Beste aus seinem Spielermaterial
heraus. Die Erfolg sind unbestreitbar, das Management hat bereits mit
ihm verlängert. Bei Schmidt indes purzelten von Woche zu Woche die
persönlichen BBL-Rekorde (13 Punkte oder 24 Minuten Parkettzeit sind
die neuen Bestmarken). „Noch ist es schwierig für mich konstant
auf hohem Niveau zu spielen.“, entgegnet er, „Aber es ist
natürlich ein tolles Gefühl in der Starting 5 zu stehen und habe
auch die letzten Spiele etwas an Selbstvertrauen tanken können.“
Nach der Allstar-Day-Pause will er nun wieder an die vorherigen
Leistungen anknüpfen.
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Socken und Wuschelfrisur.
Wie kam's dazu?
Die hochgezogenen Socken trage ich erst seit
letztem Jahr. Die ganze Mannschaft muss die Socken tragen, weil sie
von einem wichtigen Sponsor sind. So langsam habe ich mich dran
gewöhnt und weiß gar nicht mehr wie es ist ohne sie zu spielen. Wie
es zur Frisur kam ist eine gute Frage, ich trage diese bestimmt schon
seit 10 Jahren. Daran wird sich wohl auch so schnell nichts ändern...
und ja, es sind Naturlocken!
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Sind danach Playoffs
drin? Derzeit liegt der BBC auf Rang Zehn und hat zwei Spiele
Rückstand auf Platz Acht. Auf die Abstiegszone sind es wiederum
allerdings auch nur drei Siege. Die Liga ist eng, und deswegen
entgegnet Schmidt auch: „Unser wichtigstes Ziel ist der
Klassenerhalt und das sollte auch erstmal unser Ziel bleiben.“ Er
lässt aber ein Hintertürchen offen: „Die Liga ist unglaublich
ausgeglichen und da kann man ganz schnell wieder unten drinnen
stehen. Wir wollen vorerst nicht über Playoffs nachdenken und am 25.
Spieltag schauen wo wir stehen, dann darf auch das Wort "Playoffs"
in den Mund genommen werden.“
Stefan Schmidt wird für Bayreuth alles geben, fällt er doch oftmals als besonders beherzter Spieler im „beherztesten“ Teams der Liga auf. Sollte am Ende des Jahres der Klassenerhalt geschafft sein, wird Schmidt stolz zurückblicken können. Denn den Sport auf hohem Niveau zu betreiben, das versteht er schon lange, aber es ist die Saison in der er endlich eine echte und faire Chance bekam sich in der BBL zu beweisen.
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