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10 Morning Bagels
Feb. 02, 2012 / NBA
by Flo Holnburger
Dirk Nowitzki 8 Zähler, Carlisles Kick ins Gesicht, NCAA Freshman Jarelle Reischel mit 20 Punkten
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Bagel 1: In der Neuauflage der letzten Conference-Finals reiste das derzeit brandheiße OKC Thunder nach Dallas. Die Zeichen standen dabei wenig gut für den Champion. Neben Mannschaftsopa Jason Kidd musste auch Brendan Haywood auslassen. Haywood kam zuletzt immer besser in Fahrt, erhielt sukzessive mehr Minuten, trat wie Tyson Chandler 2.0 auf und wurde allseits auch derart gelobt. Nur ein weiteres Zeichen für den gnadenlosen Overhype Chandlers. Ersatz Ian Mahinmi kam indes auf solide 6/9 und zeigte eine ordentliche Leistung. Doch da auch noch Dirk Nowitzki (8P, 2/15 Würfe) eine düstere Performance ablieferte ließen die Mavs zu Beginn der zweiten Hälfte merklich nach. Im Schlussviertel wurde man dann sogar böse an die Wand gespielt, Russell Westbrook (33P) war nicht zu halten. Ganz klar, die Thunder sind der Favorit im Westen, aber Dallas befindet sich eben noch alles andere als in Topform. Derweil nervte Coach Rick Carlisle die Niederlage etwas. So kickte er einen auf ihn zu kullernden Ball eigentlich recht sanft weg, der Ball hob sich jedoch und senkte sich elegant mitten ins Gesicht einer Zuschauerin. Boom. Nicht mal entschuldigen durfte er sich bei der Dame bevor ihn die Refs aus dem Stadium schubbsten. "In your Face" geht auf dem BBall-Court eigentlich anders, Rick!


Bagel 2: Ebenfalls schwer erwischt hat es Miami in Milwaukee. LeBron James scorte 23 Zähler im ersten Durchgang, kam insgesamt auf deren 40. Verloren wurde trotzdem da bei den Bucks Brandon Jennings (31P) entfesselt aufspielte. Ein bemerkenswerter Sieg gegen ein topbesetztes Miami und ohne den eigenen Center Andrew Bogut. Überraschenderweise hält sich aber die eigentlich austauschbare Big-Man-Combo Mbah a Moute/Gooden/Ilyasova in Boguts Abwesenheit sehr konstant.

Bagel 3: Dieser Draft-Jahrgang ist unerschöpflich. Auch ohne Spencer Hawes und Nikola Vucevic haben die Philadelphia 76ers eine Option am Brett. Der Name: Lavoy Allen, seines Zeichens 50.Pick und aus der zweiten Runde des letzten Drafts - 15/6 gegen Chicagos Carlos Boozer und Joakim Noah. Beeindruckend. Ungefähr so beeindruckend wie Andre Iguoadalas Leistung, die die Sixers zum Sieg führte. Kaum vorzustellen, dass "Iggy" seit jahrelang ein Trade-Asset in Philly war. Aufgepasst, das Team strebt erstmals seit der Allen Iverson Ära wieder die zweite Playoffrunde an. Die Bulls hoffen indes auf die schnelle Rückkehr von Deng und Rip Hamilton sowie auf den wiederkehrenden Esprit von Schnarchsack Noah.



Bagel 4: Von wegen es gibt keine Center mehr. Dwight Howard will komplett unverständlicherweise nicht nach Chicago, wobei er dort auf Jahre hinaus ein unglaublich starkes Team zur Seite stehen hätte. Chris Kaman zählt in New Orleans nichts mehr, nur Abnehmer seines Monster-Vertrags finden sich wohl nicht so schnell. Marcin Gortat hätte durchaus eine Allstar-Nominierung verdient. Der „Polnische Hammer“ profitiert vom Spiel an der Seite des Edelpassgebers Steve Nash ungemein und erreicht mit gebrochenen Daumen im Schnitt 16/10/2B. Tendenz stark ansteigend. Die Suns haben trotzdem keine Chance auf eine Playoff-Quali.

Bagel 5: Danny Granger lebt wieder. Nach unterirdischem Saisonstart kommt der Shooter-Forward mit ganz speziellen Ansichten („Alle Europäer stinken als ob sie in einem Eselstall wohnen würden“) wunderbar zurecht. Gegen Minnesota gab es ein 36-Punkte-Match was seinen Punkte-Output in der letzten Woche auf 25ppg anhebt. Seine Pacers liegen mit 15-6-Bilanz voll auf Kurs Playoffs. Wenn's also Granger schafft, müsste es Dirk doch auch noch packen...

Bagel 6: Lineup des Tages: G Chris Paul 34/11A – G Steve Nash 30/10A – F LeBron James 40/8R – F Blake Griffin 31/14R/3B – C Dwight Howard 23/18R

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Bagel 7: NCAA – Titelverteidiger UConn läuft allmählich Gefahr die March Madness zu verpassen. In Georgetown gab es eine böse 44-58-Niederlage zu verkraften, bei unterirdischer Wurfausauswahl. Außer „Manchild“ Andre Drummond (18P) erreichte kein Huskie Normalform. Wenigstens durfte Niels Giffey wieder starten, blieb aber punktlos. UConn ist mittlerweile nicht mehr unter den Top25-Colleges gerankt. Die Hoyas (der Gegner) übrigens auf 14. Die Baylor Bears (6.), einer der Geheimfavoriten und Yabazz-Lieblinge, gewannen indes ein wichtiges Spiel bei Texas A&M knapp mit 63-60.


Bagel 8: Deutsche in der NCAA: Neben Giffey erhielt auch Alex Giergen vom Winz-College Towson mächtig Spielzeit. Seine Tigers gingen zwar  unter, der bald 21-jährige Düsseldorfer stand aber 28 Minuten auf dem Feld. Patrick Heckmann (BC Eagles) verpasste wegen Krankheit das zweite Spiel hintereinander; schade, denn beim knappen 51-56 gegen NC State hätte er den Unterschied ausmachen können. Dafür gewannen die Rice Owls mit 77-75. Jarelle Reischel half kräftig mit, scorte er doch fantastische 20 Zähler (plus 5 Steals).

Hier noch ein Beweis, dass es auch bei den kleinen Colleges spektakulär abgehen kann:

 

Bagel 9: So richtig glücklich dürfte US-Guard Dave Noel mit Deutschland nicht mehr werden. Einst wurde er vom USC Heidelberg wegen einer Formalität gechasst, nun schickte ihn der BBC Bayreuth wieder in die USA, da er wohl eine Verletzung verschwieg. Der BBC muss sich nun wieder auf die Suche begeben.

Bagel 10: Die Wechselfrist in der ProA lief am Dienstag ab. Der MBC holte sich als Center den Europaerfahrenen Jordan Collins, mit Richard Shields wurde eine Versicherung auf den Guard-Positionen unter Vertrag genommen. Der MBC investiert offenbar kräftig um so gut wie möglich auf die Playoffs vorbereitet zu sein. Essen scheint die Playoffs indes noch nicht aufgegeben zu haben. Blitzartig holte man sich den robusten deutschen Fünfer Sascha Kesselring sowie den Bosnien-Guard Diego Kaplan. Es scheinen zwei sehr geschickte Verpflichtungen zu sein. Etwas anderes ist man von Essenern Nachverpflichtungen auch nicht gewohnt.

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