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Konstantin Klein und Gotha überragend
Feb. 06, 2012 / Pro B
by Flo Holnburger
ProB Recaptain – Mit Joey Ney und Lucca Staiger ist ALBA Berlin 2 gefährlich
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ProB Nord

Schon wieder ein „Doppelköpfer“ in der Nord-Staffel. Gewinner des selbigen sind definitiv die Nachwuchssportler der „Aufzucht-Mannschaft“ von ALBA Berlin. (Wem der Satz zu deutsch war bitte die entsprechenden Stellen mit „Double-Header“, Nord-Division, Youngster bzw. Farmteam ersetzen.)

Am Mittwoch, 25.Spieltag, erledigte man zu Hause die Pflichtaufgabe und besiegte im Derby den Tabellenletzten Bernau mit 78-63. Gleich in der ersten Hälfte ließ man die Lok erkennen, wer der Herr im Haus ist. Team-Captain Joey Ney (19 Jahre) erfüllte erfreulicherweise wieder seine Aufgaben als Leader in vollem Ausmaße. 14/13 für ihn. Überhaupt scheint die Startformation mit Ney, Lucca Staiger, Edelfigther Sebastian Fülle, Center Cem Dinc und Allrounder Darren Stackhouse gut zu passen. Stellt sich halt nur die Frage ob es zeigt wie wichtig es der ALBA-Franchise ist das Farmteam in der ProB zu halten wenn ein Nationalspieler dort eingesetzt wird oder ist es nicht fast schon Verschwendung derartigen Talentes? Wie dem auch sei. Am Wochenende ließ das Team gegen Aufstiegsaspirant Vechta das beste Saisonspiel folgen, als 82-69 gewann. Neben einen fantastischen Joey Ney (21P) und Center Dinc (15/11) glänzte Youngster Sebastian Fülle mit 18 Punkten. ALBA liegt zwar immer noch auf Rang 12 und hat kaum noch Chancen auf die Playoffs, aber für die Playdowns scheint man nun in Schwung zu kommen.


Ganz oben im Norden bleibt Hannover welches, am Mittwoch spielfrei und daher schön ausgeruht, über Braunschweig fegte. 82-67 endete die Partie in der sich die Theis-Brüder-plus-Schröder mit gesamt 57 Zählern wehrten, aber Howard Sant-Roos an allen Ecken fehlte. Es spielte übrigens auch ihr 36-jährige Co-Trainer Njoa-Nken ein paar Minütchen mit (2p). Braunschweig gewann aber zuvor bereits gegen Leverkusen (Daniel Theis 19/12, Frank 21/6, Dennis Schröder 15/8A) und hält sich auf Drei.

Platz Zwei geht an die anderen Löwen der Liga:
Herten rockt (ja ich schäme mich selbst dieses Wort zu benutzen) mittlerweile seit sechs Siegen durch die Liga. Man gewann in einem hochklassigen Spiel gegen Dorsten nach Verlängerung, und einmal souverän gegen das gefährliche Wedel. Manchmal darf man einen Erfolg auch einseitig festmachen. Löwen-US-Guard Zamal Nixon ist schlichtweg eine Sensation. Bei Double-Header kam er auf 25,5ppg, 8A, 55% Quote.

Platz Vier hält
Vechta da man (mit Marcus Smallwood 23/10) wenigstens noch Schwelm (5. und selbst noch ein Sieg in Wolfenbüttel) in einem engen Match niederrang. Sechster und allmählich dem Playoff-Ticket entgegen segelnd ist die BG Dorsten. Man gewann gegen Stahnsdorf (7. und mittlerweile drei Niederlagen in Serie) vor allem dank Spielmacher Terry Bryant, der in der Schlussphase nervenstark spielte und sich damit für eine ansonsten eher schwache Offensiv-Leistung rehabilitierte.


Stahnsdorf verlor noch zu Hause gegen Leverkusen was Thomas Blees, den sympathischen Live-Stream-Kommentator der Stahnsdorfer, wohl mal wieder schwer mit nahm. Farid Sadek war mit 19/7/6 bester Mann. Die Leverkusener (11.) kämpfen tapfer, man hat noch einen Sieg Rückstand auf die Playoff-Plätze und ebenfalls noch einen auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Der Neunte im Norden „muss“ ja weder Playoffs noch Playdowns spielen. Diesen No-Where-Rang halten übrigens die Herzöge Wolfenbüttel, die ihrerseits einen Big Win gegen Wulfen (8.) landeten. Das 84-81 klingt übrigens etwas knapper als es letztendlich war. Man ist nun punktgleich mit Wulfen und Wedel (10.)


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Yabazz Spieler der Woche: Joey Ney 17,5ppg – 9,5rpg

19 Jahre und schon voll in der Verantwortung. Das ist eben ALBA Berlin 2. In der letzten Woche glänzte der vielseitige und gewitzte Ney mit zwei starken Spielen in der ProB, die dem Team neue Hoffnung für den Klassenerhalt geben. Und nur zur Erinnerung, wäre Ney einen Monat später geboren, stünde er noch im NBBL-Team der Berliner. Aber die gelegentlichen Stints in der O2-Arena sind ihm vermutlich dann doch lieber.

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ProB Süd

Ein Sieg mit mächtigem Statement. Gotha demontiert im Spitzenspiel vor eigenem Publikum die Giants Nördlingen und springt zurück an die Tabellenspitze. Das 78-68 war in allen Belangen überzeugend. Der ehemalige U20-Nationalspieler (als 91er ist er jetzt ja raus aus der U20) Konstantin Klein glänzte dabei von der Bank mit satten 21 Zählern und war damit Topscorer der Rockets. Im dritten Viertel alleine kam der 1,88m lange Guard gar auf 12 Zähler. In solchen Momenten kommt einem wieder das erste Yabazz-Interview mit Klein vom Dezember 2010 in den Sinn. Wer wird aus aus dem ALBA-Team mal in der BBL spielen?
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Welche Spieler aus dem riesigen Talentpool von ALBA II erreichen
denn sicher mal sicher die BBL? Konstantin Klein meint:

„Sebastian Fülle, Joshiko Saibou, Andreas Seiferth, Malte Ziegenhagen, Joey Ney, Friedrich Lotze... und ich.“
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Nur so zur Info. Ney, Saibou und Seiferth haben bereits erste BBL-Spiele hinter sich. Fülle sitzt meist auf der ALBA-Bank und Ziegenhagen spielt vier Jahre an der Tulane Universität NCAA-D-1. Nur der smoothe Big Man Friedrich Lotze (ProB, Lok Bernau) muss noch etwas anziehen.

Leipzig (3.) bleibt am Spitzen-Duo dran, da man mit Lamar Morinia (25P) gegen Hanau (6.) und deren Spieler des Monats Anish Sharda (8P) obsiegte. Die BSGW Sixers um Aaron Fleetwood holten in Rhöndorf (5.) einen ganz wichtigen 79-74-Auswärtssieg. Somit könnte die Arigbabu-Truppe weiterhin mit Heimvorteil in die Playoffs einziehen.

Rang 7 ist noch in Langens Hand. Allerdings musste man in Frankfurt (10.) eine 89-101-Niederlage hinnehmen. Wenn die beiden US-Boys plus Danilo Barthel (13P) , Falko Theilig (13/8A) und Fabian Franke (21P) gut aufgelegt sind – das ist jedem klar – dann sind die „Babyskys“ äußerst unangenehm zu spielen. Die Frankfurter haben aber die Playdowns bereits fest gebucht.

Wie auch
Weißenhorn (11.) um Youngster des Monats Femi Oladipo. Lich (8.) kämpft indes verbissen um den letzten Playoff-Spot und holte sich bei den zuletzt stark verbesserten Panthern den Auswärtserfolg. Nico Dilukila half übrigens mit 5 Punkten in 19 Minuten mit. Sein Buddy auf der Eins Guy Aud netzte starke 24 Zähler ein. So blieb Oladipos Edelspiel, 18P – 12R – 6A, unbelohnt.

Die Licher Bären benötigten diesen souveränen Sieg auch, denn sie spüren seit langem den Atem Breitengüßbachs im Genick. Die Tröster-Truppe tat sich diesmal ohne Maurice Stuckey und Philipp Neumann sehr schwer bei den nun seit fast schon peinlichen 15 Spielen sieglosen Gießen Pointers (12.). Verlass war aber auf US-Boy Albert Dion Harris mit 30 Punkten und 5 Vorlagen in 40 Minuten. Güssbach bleibt einen Sieg hinter Lich auf 9.


Statline der Woche

Jason Holmes 22P – 16R


Einheimische Lineup der Woche

G Konstantin Klein 21P - 3A
G Joey Ney 21P – 6R und 14P – 13R - 4A
F Femi Oladipo (Weißenhorn) 18P – 12R – 6A
F Sebastian Fülle 18P - 10R
F Daniel Theis 18P – 15R und 19P - 12R

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