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Dennis Schröder mit Talentkostprobe
Feb. 06, 2012 / BBL
by Flo Holnburger
Beko BBL Recaptain - Bastian Doreth ist zurück, Robin Benzing endgültig angekommen, Bayern gewinnt
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Wenn der vergangene Spieltag unter einem Motto stehen sollte, dann sind es die starken Leistungen deutscher Spieler. Bspw. stehen dafür die 19 Zähler von Philip Zwiener. Oder das allmählich einkehrende Gefühl, dass Robin Benzing in München angekommen ist oder die Kostprobe der Zukunft in Braunschweig wo Dennis Schröder und Daniel Theis ihr Potential endlich auch auf BBL-Bühne zeigen durften.

Bonn anno 2012, wie es leibt und lebt. In Europa hui, in Deutschland pfui. Fast so wie der Bundeskucheminister Guttenberg, der ja außerhalb unserer Landesgrenzen noch mehr Respekt genießt. Egal, Bonn kam ohne Spielmache Jared Jordan in Bamberg böse unter die Räder. Zum 97-66 trug übrigens Nationalcenter Tibor Pleiß mit starken 17 Punkten bei, sein Gegenspieler war ja kein geringerer als Chris Ensminger – von daher, eine beeindruckende Leistung des 22-jährigen. Andererseits sollte man derartiges nun öfters von ihm erwarten. Er hat das Talent und das Alter dazu. Auch Maurice Stuckey stand wieder auf BBL-Parkett und erhielt drei Minuten. Der Combo-Guard benötigt nach der langen Verletzungspause noch ein paar Wochen der Akklimatisierung. Bonn ist jetzt Zehnter.

Rang Zwei geht an Ulm. Es ist der siebte Sieg in Folge für die Schwaben aus der Stadt mit dem höchsten Lebenswert aller deutschen Städte. Beim knappen 76-70 über Gießen (14.) gab es ein feines Center-Duell zwischen John Bryant (19P) und Oldie Elvir Ovcina (ebenso 19P) zu sehen. Ulms Isaiah Swann netzte übrigens 4/13 Würfen ein, was rund 30% Quote bedeutet und für den Chancentod der letzten Wochen sogar noch in Ordnung geht.

Dritter sind die
Artland Dragons, man gewann locker gegen Oldenburg (8.) mit 95-81 (Nathan Peavy mit 23 Punkten glänzte). Des Oldenburgers immense Unbeständigkeit treibt den Fans dagegen tiefe Sorgenfalten auf die Stirn.

Noch am strugglen aber einigermaßen gefestigt scheint der Hauptstadtklub
ALBA Berlin (4.) zu sein. Gegen ALBA 2 (aka Trier und nun 17. der Liga) überzeugte man allerdings nur im Schlussviertel gänzlich, welches man 25-13 gewann. Aber so ohne Center, ohne Alibi-Center (Derrick Allen 1P) aber mit viel Smallball ist man eben auf den Wurf angewiesen. Satte 25 Mal ballerten die Albatrosse von Downtown. Wer trifft hat recht: 12 Dinger gingen von der Dreierlinie durch die Reuse. Philip Zwiener verwandelte gegen seinen Ex-Klub 19 Zähler, manch Berliner Fan fragt sich wohl warum der Zwiener nicht bei ihnen so gut gespielt hat. Andreas Seiferth erzielte gegen seinen Ex-Klub 6 Zähler. Oskar Faßler erzielte gegen seinen Ex-Klub 2 Zähler, Joshiko Saibou erzielte gegen seinen Ex-Klub keinen Zähler, da er nicht eingesetzt wurde.

Snap, und hier feinstes Berliner-Englisch... also Benglish oder so ähnlich



Zweiter Sieg in Serie und schon ist Würzburg wieder auf Rang 5 angelangt - gegen Hagen (14.) überzeugte sogar mal wieder Sixth Man Ricky Harris (16P). Gleich dahinter mit einem zufriedenstellenden sechsten Platz liegt der FC Bayern München. Bastian Doreths Comeback wurde beim Parkettbetritt vom Publikum mit Beifall bedacht. Nach einem erfolgreichen Nationalmannschaftssommer fiel der Energizer-Guard lange aus, zurück auf dem Feld netzte er in 9 Minuten einen Dreier ein. Sein Team gewann gegen Schlusslicht Göttingen mit 101-78.

Robin Benzing wusste dabei mit 15 Punkten zu überzeugen. Mit 10,5 ppg aus den letzten acht Spielen darf man endlich behaupten, dass der Youngster nach Verletzungs- und Anpassungsproblemen in München angekommen ist.

Den Eisbären Bremerhaven (9.) gelang ein wichtiger Sieg gegen Braunschweig (7.). Beim 92-87 darf sich Bremerhaven auch beim Braunschweiger Verletzungspech bedanken, es fehlten vier Spiele. Natürlich finden wir Verletzungen alles andere als erfreulich, aber so hatten die Talente Dennis Schröder und Daniel Theis die Möglichkeit sich zu beweisen. Und es gelang es ihnen blendend. Schröder markierte 14 Zähler, Theis deren 6.

Außerhalb der Playoff-Ränge erwischte Bayreuth (11.) eine böse 57-79-Heimpleite gegen Tübingen (13.). Dem nicht genug fällt A2-Nationalspieler Stefan Schmidt wegen einer Schulterverletzung bis zu sechs Monate aus. Verletzungen sucken, wir wünschen ihm alles Gute und vergessen ihn natürlich nicht.

Ludwigsburg (16.) startete mit diesmal mit Youngster Tim Koch gegen Frankfurt (12., Tim Ohlbrecht 12P). Man dominierte das Spiel mit 82-57 und klettert damit aus den Abstiegsrängen. Blöd nur, dass Edel-Vierer Donatas Zavackas vor einem Wechsel nach Lettland steht. Es ist ein schwerer Schlag für die akut abstiegsbedrohte EnBW-Truppe.


Statline der Woche:

Alex Harris (Ludwigsburg) 28P - 5R


Einheimische Lineup der Woche:

G Heiko Schaffartzik (Berlin) 14P – 3 Dreier
G Dennis Schröder (Braunschweig) 14P
F Philip Zwiener (Trier) 19P
F Robin Benzing (München) 15P
C Tibor Pleiß 17P – 5R

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