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Die Schlacht im Süden
Feb. 18, 2012 / NBBL
by Flo Holnburger
NBBL Südost Division – Hey, das geht ab...
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Urspring: 5 Teilnahmen am Final Four, 4 mal im Finale, 4 mal NBBL-Champion – Breitengüßbach: 4 Teilnahmen am Final Four, 1 Finalteilnahme – Jena: eines der besten Teams der NBBL-Geschichte, und mit beeindruckendem 15-0-Record durch die Jugendliga pflügend. Allesamt in einer Division, allesamt Topfavoriten auf den Titel, aber nur zwei davon werden im Final Four stehen, nur einer davon im Finale. Denn der Spielplan sieht vor, dass sich der Süden bis ins Finale hinein batteln muss.


Wir halten es hier in der Yabazz-Redaktion ganz simpel. Was interessieren uns sonderlich die Playoffs, wenn erstmal das nächste Wochenende zählt. Doch 22 Tage vor Playoff-Start schadet ein Blick auf den NBBL-Fahrplan nicht. Und der sagt nichts anderes aus, als dass sich die Mitglieder der tiefsten Division der U19-Liga einfach nicht mehr aus den Weg. Bisher sahen sich der Süden und Norden - um für die Schüler den Fahrtstress zu vermeiden – erst im Final Four. Da die Teams aber zum Finalwochenende eh am gleichen Ort waren, wurde vermischt, sodass es immerhin einmal zu einem Nord- ('09, Berlin vs. Paderborn) und einmal zu einem Süd-Finale ('11, Ursprings vs. Güßbach) kommen konnte. Das machte auch Sinn, denn so kamen in der Regel die beiden besten Teams – unabhängig von der Division - ins Finale. Das wird in dieser Saison anders gehandhabt.

Nun stammen in diesem Jahr allerdings eben 5 der sieben 7 Titelfavoriten* aus dem Süden. Da erstaunte zu Saisonbeginn vor allem auch Jenas Versetzung. Spielten die Jungs vom GutsMuths-Gymnasium zuvor in der “Berlin-Division” steckte man sie aufgrund der Umstrukturierung in dieser Saison ans andere Ende der Republik in die “München Division”. Nach Berlin fuhr man früher 2h, nach Tübingen nun 5h – einfach.

Aber auch in der College-Liga NCAA jammern Fans und Journalisten über Setzlisten und Rankings der Liga-Verantwortlichen vielmehr aufgrund des Spaßes und der guten Tradition am Gemecker als wegen echter Kritik. Und es wäre nun auch gelogen, wenn der “Jena-Swap” wirklich viele Betrachter und Aktive schwer verärgerte. Denn es entstand so immerhin erstmals, in Anlehnung an die besten College-Ligen nennen wir es so, eine echte “Power Division” innerhalb der Jugendliga. Es gab so bereits in der Hauptrunde hochklassige Duelle mit Playoff-Charakter zwischen Urspring, Jena und Güssbach zu sehen, und selbst Kellerkinder ohne Playoff-Chancen wie Bayreuth und Tübingen sowie Halbfavoriten wie Bayern München und Ludwigsburg forderten ihre Gegner oftmals bis auf's letzte oder holten beeindruckende Siege.

Es war also vor allem ein Vorgeschmack auf spannende Playoffs. Klar, es sind noch zwei Spieltage in der Hauptrunde zu absolvieren, aber wir dürfen die Gedanken ein bisschen schweifen lassen. Denn es ist klar, dass wir bereits in der ersten Runde harte Duelle erwarten. Zum Beispiel könnte Ludwigsburg (um Besnik Bekteshi und Robert Zinn) gleich den streakenden Südwest-Primus Gießen (um Dominic Lockhart und Robin Pflüger) upsetten. Oder Urspring (um Julius Wolf, Malik Müller und Kali Diouf) könnte auf das gefährlich unter dem Radar fliegende Mannheim (um Paul Zipser und Julius Seither) treffen. Spätestens im Viertelfinale fliegt dann auch schon einer der absoluten NBBL-Giganten, wenn Jena (um Josip Peric und Stephan Haukohl) auf Breitengüßbach (um Johannes Richter und Alexander Engel) oder Urspring trifft. Vorausgesetzt natürlich die besiegen zuvor ihre Gegner aus dem Südwesten, was sicherlich ebenfalls kein Selbstläufer wird. Es scheint die tiefste NBBL der sechsjährigen Geschichte zu sein, und besonders im Süden war die Konkurrenz wohl nie größer. Die Topspieler sehen's ziemlich relaxt, sind sich sogar einig. Malik Müller aus Urspring und Josip Peric aus Jena sagten uns in getrennten Gesprächen gegenüber fast wortwörtlich den selben Satz: “Das wird schwierig, aber wer Meister werden will muss eben jeden Gegner besiegen können.” Peric fügte an: “Egal wo und wann, außerdem gehen wir mit viel Selbstbewusstein in die Playoffs, denn wir haben beide Teams zweimal besiegt.”

Jena, Urspring, Breitengüßbach. Verletzungsprobleme hatten alle. Verteidigen können alle. Firepower haben alle. Der eine kann etwas eleganter spielen (Urspring), einer etwas robuster (Güssbach), der andere spielt dafür unglaublich dominant (Jena). Man nimmt sich nicht viel. Jenas Jungs hoffen indes auf die schnelle Rückkehr von Tim Unterluggauer. Einer der besten Center der NBBL wurde am Herzen operiert und wird wohl erst wieder in fünf Wochen einsteigen. Lies: Zur zweiten Playoff-Runde, Ende April nach dem Albert Schweitzer Turnier – zumindest hoffen wir das sicherlich alle– wird er wieder fit sein und Jena helfen.

Und das wollen wir alle, gesunde, großartige Talente, die fair um die Meisterschaft spielen.

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* Für uns sind dies Berlin (mit Leon Tolksdorf und Alexander Blessig) sowie Hagen (um Fabian Bleck) im Norden plus die Süd-Teams Jena, Urspring, Breitengüßbach, Gießen und Mannheim. Eine kurze Reihe von weiteren gefährlichen Teams führt die BBA Ludwigsburg an.



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Das Foto stammt aus dem NBBL-Halbfinale 2009 als Urspring 69-68 gegen Paderborn gewann. Wir vermuten, dass da irgendwo ganz unten Kevin Bright liegt. Zumindest meinen wir uns da zu erinnern.

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