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15 von 16 Playoff-Teilnehmer stehen fest
Feb. 21, 2012 / NBBL
by Flo Holnburger
NBBL Recaptain – Kevin Bryant und Urspring dominant, ALBA Berlin und Gießen mit neuntem Streich
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Division Südost

Man darf sich schon fragen ob das so viel Sinn macht für die Jungs der ratiopharm akademie Ulm, wenn sie allwöchentlich gewissentlich auf die Schlachtbank geführt werden. Die Jungs sind sicherlich auch gute Basketballer, aber in dieser Form nicht wirklich konkurrenzfähig und viel Spaß dürfte die Blowouts auch nicht machen. So hagelte es – ohne Andi Wenzl – beim Derby gegen Urspring eine 27-85-Pleite. Zur Halbzeit scorten die Jungs sogar insgesamt nur 8 Zähler... gruselig.

Urspring (2., 11-4) gelang mit dieser gnadenlosen Haifischattacke sicherlich ein “defensives” Statement. Es war der vierte Sieg in Folge womit es für die Jungs gut aussieht mit Platz 2 in die Playoffs einzuziehen. Center
Kalidou Diouf und Kenneth Ogbe konnten pausieren während Rückkehrer Kevin Bryant (FOTO) ein großartiges Spiel zeigte. Der Guard-Forward attackierte unermüdlich den Korb und markierte in knapp 24 Minuten 21 Punkte, 14 Rebounds, 4 Vorlgen, 6 Steals und 2 Blocks. Auch Malik Müller brennt derzeit lichterloh und lieferte in bescheidenen 16 Minuten 16/10 ab. Kollege Julius Wolf (6/5) musste/durfte sogar nur 12 Minuten ran.

Das spielfreie Jena patrouliiert mit 15 Siegen noch an der Tabellenspitze, während Breitengüßbach (3., 10-5) nach zwei Niederlagen wieder einmal gewinnen konnte. Dank einer starken zweiten Hälfte erlegte man die Young Tigers Tübingen (8.). Bester Spieler war Fighter-Center Johannes Richter, der 20 Punkte markierte und drei Dreier einnetzte. Gerade in den letzten Spielen etablierte sich sein Distanzwurf zu einer echten Waffe. Respekt für einen 2,07m-Center. Übrigens auch ohne die starken
Johannes Thiemann und Alexander Engel wurde souverän gewonnen. Die Güßbacher haben eben eine tiefe Truppe am Start.

Den letzten Playoffspot im Südosten sicherte sich wohl endgültig Ludwigsburg (4., 10-5). Man erlegte München (6., 6-8), die um ihre letzte Chance tapfer kämpften aber nun auch keine rechnerische Chance mehr auf die Endrunde haben. Bei den Bayern kamen die Nationalspieler
Alassane Dioubaté auf 14/4S bzw. Bogdan Radosavljevic auf 11/7/4.

Allein Würzburg (5., 8-6) hielt die Chance am Leben und gewann nach Overtime in Bayreuth (7.) mit 100-88. Nationalspieler Maximillian Ugrai performt gerade auf Überniveau und lieferte 33/10 ab, Kollege Anton Teichmann kam auf nicht weniger beeindruckende 32/11. Beim Gegner – ohne
David Taylor – konterten Sinan Durant (32P) und Tyree Seiferth (16/6/7).
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Würzburgs Road to Playoffs:

Man gewann den Direktvergleich vs. Ludiwgsburg. Das hält die Chance am Leben. Die “Lubus” müssen am letzten Spieltag also bei den Güßbachern (damit auch kein Dreiervergleich) verlieren (die ihrerseits motiviert um Platz 2 oder zumindest 3 kämpfen sollten) während Würzburg etwas sehr schweres gelingen muss. Ein Sieg gegen das heiße Urspring (das seinerseits einen Sieg benötigt um sicher vor Güßbach zu bleiben) her. Sollte das eingetreten sein, darf Würzburg am 2.3. im Nachholspiel gegen München um den Playoffeinzug spielen.

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Südwest

Neunter Streich in Serie für die Giessen Juniors. Trier (6.) wurde gnadenlos mit 108-71 überrant. Spielmacher Dominic Lockhart genügten 25 Minuten für 18/8/4. Ebenfalls mit 10-4-Record folgt Speyer auf Rang Zwei. Die sehr talentierte Truppe um Philip Jalalpoor (21/7) holte einen 81-65-Pflichtsieg gegen den Letzten SG Rheinhessen.

Mannheim (3., 9-4) kämpfte sich gegen Bonn/Rhöndorf (5., 6-7) zu einem wichtigen Sieg, der am Abschlusspieltag weiterhin noch den Sprung auf Rang Zwei möglich lässt. Den Direktvergleich vs. Speyer hatte man sich ja deutlichst gesichert. Da indes auch Frankfurt (4., 8-5) wie erwartet gegen Team Kurpfalz (7.) gewann sind die vier Playoff-Plätze endgültig vergeben. Frankfurts Max Merz traf zwar nix, verteilte aber satte 11 Vorlagen. Liebster Anspielpartner war Nikolaj Vukovic mit 20 Punkten und 6/7 Dreiern. Merzs Kollege Johannes Becker heizte übrigens mit 9 Assists nach und damit kam das Team auf insgesamt 30 Vorlagen. Entweder meinte es der Home-Scouter besonders gut mit dem Team, oder es war wirklich irgendeine Art von Rekord.

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Yabazz-Spieler der Woche: Kevin Bryant 21P – 14R – 4A - 6S – 2B – 24 Minuten

Klar, der Gegner war “nur” Ulm. Aber die Jungs können trotzdem spielen. Die Leistung des athletischen Slashers Bryant macht aber vor allem der Umstand beeindruckend, dass es sein zweites Spiel nach einer Verletzung war. Kevin Bryant war an diesem Tag überall (außer an der Dreierlinie, seine einzige Schwäche) und sollte in dieser Form locker den Sprung ins AST-Team packen.

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Nordost


Der erste gegen den letzten hätte durchaus eine eindeutige Sache erwarten lassen. Doch die Berliner ob des sicheren Division-Titels offensichtlich nicht komplett konzentriert ließen der 7-Mann-Rotation aus Braunschweig zu viel gewähren. Letztendlich rettete man sich zu einem 76-74.
Leon Tolksdorf kam auf 15/10 und ein NBBL-Career-High von 6 Vorlagen. Wenn er das nun auch noch kann werden seine Leistungen sicherlich nicht weniger beeindruckend. Alexander Blessig erreichte 21/5S, die 95er-Center Robyn Missa und Niklas Ney kamen zusammen auf ordentliche 9/12. Berlin hat mit 12-2-Bilanz und dem neunten Sieg in Serie letztendlich den Nordosten dominiert. Für die Berliner Talente (ALBA und IBBA) geht es nun zum NJIT, dem wichtigen Jugendturnier in Belgrad.

Auf Rang Zwei schließt vorerst die IBBA Berlin (9-5) ab. Zum Abschluss der Hauptrunde ließ man sich nicht lumpen und rang auch mit einer Rumpfformation die Piraten Hamburg (4., 7-6, Ismet Akpinar 8P) nieder. Leader waren Robert Borchert mit 14 Punkten sowie Edelfighter
Yassin Mahfouz mit 13/6.

Bramfeld sicherte sich Position 3. Mit dem 86-78 bei Berlin Süd (7.) hätte man bei einem Abschlusssieg vs. Göttingen sogar noch die Möglichkeit auf Zwei zu finishen. Es liegt also in Bramfelds Hand. Gab's mehr Punkte oder waren mehr Zuschauer da? Göttingen verpasste mit dem prickelnden 39-46 gegen Charlottenburg (6. und zweiter Sieg in Serie) endgültig die Playoffs. ALBA, IBBA, Bramfeld und Hamburg heißen die Endrundenteilnehmer des östlichen Nordens.


Division Nordwest

Auch im Nordwesten sind die Playoff-Plätze vergeben. Sicher erster werden natürlich die Feuervögel Hagens (14-1). In Quakenbrück musste man sich gegen nie aufsteckende Drachen hart erwehren. Hagen gewann trotz unterirdischer Feldquote von 33% mit 72-66. Das hatte vor allem zwei Gründe. 1. Fabian Bleck mit 23/14; 2. Rebound-Battle: 64-45. Bei den Dragons (6., 5-10) war ausnahmsweise kein “Aussie” (Isaiah Omomogho 11P) Topscorer sondern Yannick Brämer mit 13.

Rang Zwei geht mit großer Wahrscheinlichkeit an die Eisbären Bremerhaven um Jonathan Malu. Sie hatten diesmal frei, verlieren sie allerdings am letzten Spieltag gegen Köln werden sie “nur” Dritter. So oder so, das Team hat gute Chancen auf die zweite Playoff-Runde.

Paderborn (3., 11-5) machte alles richtig und geht mit einer Serie von drei Siegen in die Playoffs. Diesmal wurde Leverkusen (5.) mit 70-67 bezwungen, was deren letzte Hoffnungen für die Playoffs zu nichte machte. Auch Oldenburg (4., 8-6) gab sich keine Blöße als gegen Düsseldorf (7.) gewonnen wurde. Jan König (24P) kommt wieder rechtzeitig in Form während Düsseldorf Simon Koch mit 26/9/3S/3B gegenhielt.

Im Kellerderby gab Köln (8.) die rote Laterne wieder an die Metropol Baskets (9.) ab. Viktor Frankl-Maus führte sein Team mit 27 Punkten und 9 Steals zum Sieg.



Lineup der Woche

G Viktor Frankl-Maus (Köln) 27P – 9S
G Malik Müller (Urspring) 16P – 10R - 16min
F Kevin Bryant (Urspring) 21P – 14R – 6S – 4A - 2B - 24min
F Maximilian Ugrai (Würzburg) 33P – 10R – 2B
F Leon Tolksdorf (ALBA) 15P – 10R - 6A


Second Lineup

G Alexander Blessig (ALBA) 21P – 4A – 5S
G Sinan Durant (Bayreuth) 32P – 5R - 4A
F Jan König (Oldenburg) 24P – 9R – 2S – 2B
F Fabian Bleck (Hagen) 23P – 14R
C Johannes Richter (B'Güßbach) 20P – 9R – 3 Dreier

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