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Ein Kommentar.
Feb. 16, 2010 / Pro B
by Flo Holnburger
ProB vor der Aufteilung
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Als ich die Meldung vernahm, stand ich ihr fassungslos gegenüber. Die Pro B wird ab dem kommenden Jahr in eine Nord- und Süd-Staffel zu je 12 Teams aufgeteilt. Für mich persönlich war die ProB, zumindest sportlich betrachtet, ein voller Erfolg. Der Abgesang auf die sympathische Liga.

Stets mussten drei deutsche Spieler auf dem Feld stehen und sechs einheimische Akteure Kaderspieler gelistet sein müssen. Bei gleichzeitig guter Leistungsdichte, gedieh unser Nachwuchs prächtig. Bastian Doreth, die Spöler-Zwillinge, Maurice Stuckey und Co. vollführten alle einen individuellen Schritt nach vorne. Die BBL-Klubs profitierten davon ihre Talente, mit viel Spielzeit ausgestatt, in einem professionellen Umfeld heranwachsen zu lassen. Auch das schien, ganz dem französischen Vorbild ähnlich, zu funktionieren.

16 Klubs bedeuteten satte 15 Heimspiele pro Saison. Da die Teams wirtschaftlich allesamt gut aufgestellt zu sein scheinen, sollte auch der finanzielle Aspekt kein Hinderungsgrund an der eingleisigen ProB sein. Vielmehr schaffte die bundesweite dritte Liga eine klare Struktur für Basketball-Fans. Die besten Teams durften auch aufsteigen.

Aber da die Entscheidung bereits seit mehr oder weniger einem Jahr feststeht, hilft lamentieren sowieso nicht. Fakt ist sicherlich, dass die zwischen Studium, Schule und NBBL- bzw. ProB-Belastung stehenden Nachwuchsakteure ziemlich lange Fahrtwege hinter sich bringen mussten. Spieler sind derzeit oftmals das gesamte Wochenende unterwegs. In einer zweigleisigen Liga dürfte sich dieser Stress etwas minimieren. Ob durch diese Maßnahme auch die Fahrt-Kosten wirklich entscheidend gesenkt werden, kann nicht endgültig beurteilt werden. Zumindest in der Südstaffel dürften auch längere Wege bestehen bleiben. Flugkosten entfallen natürlich.

Mehr Derbys! Mehr Zuschauer! Mehr Fan-Fahrten! Mehr Sponsoren! Das kann alles erreicht werden, aber mit dem Begriff Derby wird heutzutage etwas inflationär um sich geworfen. Viele der „brisanten Duelle“ erzeugen kaum nennenswerte Publicity. Ein Derby ist nicht unbedingt ein Nachbarschafts-Duell sondern ein über Jahre gewachsener Konkurrenzkampf.

In einem dürfte man aber einig sein. Die nachrückenden Teams aus der Regionallliga haben das Potential um in der ProB einigermaßen zu bestehen. Vermutlich liegt Joleik Schaffrath von den Hertener Löwen mit seiner Aussage einfach richtig: „Ich finde es gut. Ich denke der Unterschied zwischen Regionalliga, ProB und ProA ist jeweils nicht zu groß. Ich denke allerdings auch, dass das Niveau im nächsten Jahr nicht ganz gehalten werden kann.“, und weiter, „Man sollte sich vernünftig Gedanken machen und sich für eine Lösung entscheiden und diese dann auch für einige Jahre beibehalten. Das ewige hin und her nervt etwas und keiner kann das Niveau der Liga im voraus abschätzen.“

Für die, den Basketball-Sport lose verfolgenden Interessierten ergibt sich ein unübersichtliches Bild und Stamm-Fans müssen auf vier Heimspiele verzichten. Dennoch dürfte auch die neu strukturierte Liga ordentlich Spaß machen.

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