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Mar. 11, 2010 / NBBL
by Flo HolnburgerFelix Engel – Ein Engel unter Klosterschülern
by Flo HolnburgerFelix Engel – Ein Engel unter Klosterschülern
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„Hey, wäre doch cool, wenn alle Nationalspieler aus dem 91er und 92er Jahrgang nach Urspring kommen würden. Dann könnten wir zusammen trainieren und richtig was reißen!“ Durch diese Worte, während eines Lehrgangs, offenbarte sich Kevin Bright als 'Spiritus rector', der den „Glücklichen Engel“ auf das Klosterinternat im schwäbischen Schelklingen lotste.
Wie so viele niedersächsische Top-Talente vor ihm entstammt auch Felix Engel von der SG Braunschweig. Wer mochte ihm dann den Wechsel nach Urspring auch verübeln, denn dort kann Schule und Leistungssport richtig gut kombiniert werden. So gibt Felix Engel zu, dass er zwei Problemfächer in der Schule hatte und nach dem Wunsche seines Schulleiters deswegen eigentlich nicht zu den Nationalmannschaftslehrgänge hätte fahren sollen: „Ich soll mein Land auf einem internationalen Turnier vertreten und ein Schulleiter meint mir das zu verbieten? Ich konnte das einfach nicht verstehen. Ich bin natürlich trotzdem gegangen und habe somit auch viel Unterrichtsstoff verpasst.“
Auf eine ungewisse Sportkarriere allein kann sich nicht verlassen werden, ein guter Schulabschluss ist heutzutage einfach Pflicht. Für beides reicht die Zeit allerdings kaum aus. Eine Zwickmühle für viele junge Basketballer. Der „Engel“ wurde Flügge, besuchte u.a. auch das Sportgymnasium in Jena (er wäre dann wohl ein 'Erz-Engel' geworden...), entschied sich aber letztendlich für das Elite-Konzept in Urspring: Echte Konkurrenz im Training, nationale Titelaussichten und die Chance sich in Ralph Junges System auch auf den Radar von US-Colleges zu erscheinen. Dennoch kein leichter Entschluss, den der „Familienmensch“ Engel musste seine Eltern, vier Geschwister und seine „bezaubernde“ Freundin zurücklassen.
„Ich war ein sehr aktives kleines Kind! Ich wollte die ganze Zeit und überall Sport machen. Fußball alleine reichte mir damals nicht.“ Also ging das Energiebündel mit seinem Sandkastenkumpel zum Basketballtraining. Später standen dann mitunter sogar je ein Fußball- und Basketballspiel am selben Tag an. „Obwohl ich zu der damaligen Zeit wesentlich besser im Fußball war, blieb ich am Basketball hängen.“ Felix konnte sich dabei stets auf die Unterstützung seines Vaters verlassen. Der war seinerzeit übrigens selbst ein talentierter Fußballer, eine unsichere Sportlerkarriere verwehrte ihm aber dessen Vater. Felix über seinen alten Herrn: „Er ist mein sportliches wie menschliches Vorbild.“
18 Jahre alt, 91 kg schwer und mit 1,91m das Gardemaß eines Point Guards. Der vor Energie und Kraft strotzende Felix Engel ist Co-Kapitän der NBBL-Mannschaft von Urspring, die derzeit übrigens in den Playoffs um die deutsche Meisterschaft kämpft. Gelegentlich erhält er auch Einsätze in der ProB. In letzter Zeit so oft, dass man von „Festsetzen“ sprechen darf. Seine Stärken erklären dies: Er überzeugt durch starke 1-on-1-Verteidigung - das gegnerische Team sollte zudem beim Spielaufbau aufpassen, denn der Engel liebt es in die Passwege zu fliegen. Auch wenn der Dreier noch teils etwas unsicher fällt, hat er die Anlagen zu einem echten Scharfschützen. Er hat die Intelligenz und das Auge den freien Mann zu finden, er versteht es gut, seinen kräftigen Körper einzusetzen – egal ob beim Rebounding oder beim Ziehen in die Zone. Klappt dies alles an einem Tag, wie vor wenigen Wochen im Spiel gegen München, kann der vielseitige Guard sogar für einen Triple Double sorgen. Nicht umsonst wurde er heuer zum NBBL-Allstar-Game eingeladen. Engel ist ein großes Aufbau-Talent, das beobachtet werden muss. Auf die Frage wo er noch seine sportlichen Schwächen sieht, zählt er eine ausführliche To-Do-Liste auf. Der Arbeitsethos scheint dem Ruf gerecht zu werden: Vorbildlich!
Die Verbindungen von Urspring in das US-College-System gelten als exemplarisch. Auch Felix Engel möchte den "Sprung von Urspring" über den großen Teich wagen. Für den SAT-Aufnahmetest hat er sich bereits angemeldet. Ein Highlight-Video für Interessierte steht auch schon im Netz: www.youtube.com/watch?v=B84aCKmJVRM
Seit Ralph Junge durchsetzte, dass Urspringschüler keine Sperre mehr zu befürchten haben, wurde sein Ziel noch realistischer. Andererseits fehlte Engel, wegen einer Fingerverletzung bei der alljährlichen US-Reise Ursprings. Sollte die „NC DoubleA“ also doch nicht rufen, sieht sein Plan vor an der DSHS Köln zu studieren - „Europas renommiertester Sportuniversität“.
Ist nur noch eines offen. Zum herrlichen Namen Felix Engel, fehlt noch der Spitzname. „Engel“ oder „Soldat“ wird er gelegentlich unter Basketballkollegen genannt. Letzteres, weil er einst die aus der US-Army bekannten „Dog-Tags“ trug und diese mit einer einwandfreien Arbeitsmoral und muskulösen Körperbau vereinte. Israfil aka der 'Engel des jüngsten Gerichts' würde sicherlich auch passen...
Wie so viele niedersächsische Top-Talente vor ihm entstammt auch Felix Engel von der SG Braunschweig. Wer mochte ihm dann den Wechsel nach Urspring auch verübeln, denn dort kann Schule und Leistungssport richtig gut kombiniert werden. So gibt Felix Engel zu, dass er zwei Problemfächer in der Schule hatte und nach dem Wunsche seines Schulleiters deswegen eigentlich nicht zu den Nationalmannschaftslehrgänge hätte fahren sollen: „Ich soll mein Land auf einem internationalen Turnier vertreten und ein Schulleiter meint mir das zu verbieten? Ich konnte das einfach nicht verstehen. Ich bin natürlich trotzdem gegangen und habe somit auch viel Unterrichtsstoff verpasst.“
Auf eine ungewisse Sportkarriere allein kann sich nicht verlassen werden, ein guter Schulabschluss ist heutzutage einfach Pflicht. Für beides reicht die Zeit allerdings kaum aus. Eine Zwickmühle für viele junge Basketballer. Der „Engel“ wurde Flügge, besuchte u.a. auch das Sportgymnasium in Jena (er wäre dann wohl ein 'Erz-Engel' geworden...), entschied sich aber letztendlich für das Elite-Konzept in Urspring: Echte Konkurrenz im Training, nationale Titelaussichten und die Chance sich in Ralph Junges System auch auf den Radar von US-Colleges zu erscheinen. Dennoch kein leichter Entschluss, den der „Familienmensch“ Engel musste seine Eltern, vier Geschwister und seine „bezaubernde“ Freundin zurücklassen.
„Ich war ein sehr aktives kleines Kind! Ich wollte die ganze Zeit und überall Sport machen. Fußball alleine reichte mir damals nicht.“ Also ging das Energiebündel mit seinem Sandkastenkumpel zum Basketballtraining. Später standen dann mitunter sogar je ein Fußball- und Basketballspiel am selben Tag an. „Obwohl ich zu der damaligen Zeit wesentlich besser im Fußball war, blieb ich am Basketball hängen.“ Felix konnte sich dabei stets auf die Unterstützung seines Vaters verlassen. Der war seinerzeit übrigens selbst ein talentierter Fußballer, eine unsichere Sportlerkarriere verwehrte ihm aber dessen Vater. Felix über seinen alten Herrn: „Er ist mein sportliches wie menschliches Vorbild.“
18 Jahre alt, 91 kg schwer und mit 1,91m das Gardemaß eines Point Guards. Der vor Energie und Kraft strotzende Felix Engel ist Co-Kapitän der NBBL-Mannschaft von Urspring, die derzeit übrigens in den Playoffs um die deutsche Meisterschaft kämpft. Gelegentlich erhält er auch Einsätze in der ProB. In letzter Zeit so oft, dass man von „Festsetzen“ sprechen darf. Seine Stärken erklären dies: Er überzeugt durch starke 1-on-1-Verteidigung - das gegnerische Team sollte zudem beim Spielaufbau aufpassen, denn der Engel liebt es in die Passwege zu fliegen. Auch wenn der Dreier noch teils etwas unsicher fällt, hat er die Anlagen zu einem echten Scharfschützen. Er hat die Intelligenz und das Auge den freien Mann zu finden, er versteht es gut, seinen kräftigen Körper einzusetzen – egal ob beim Rebounding oder beim Ziehen in die Zone. Klappt dies alles an einem Tag, wie vor wenigen Wochen im Spiel gegen München, kann der vielseitige Guard sogar für einen Triple Double sorgen. Nicht umsonst wurde er heuer zum NBBL-Allstar-Game eingeladen. Engel ist ein großes Aufbau-Talent, das beobachtet werden muss. Auf die Frage wo er noch seine sportlichen Schwächen sieht, zählt er eine ausführliche To-Do-Liste auf. Der Arbeitsethos scheint dem Ruf gerecht zu werden: Vorbildlich!
Die Verbindungen von Urspring in das US-College-System gelten als exemplarisch. Auch Felix Engel möchte den "Sprung von Urspring" über den großen Teich wagen. Für den SAT-Aufnahmetest hat er sich bereits angemeldet. Ein Highlight-Video für Interessierte steht auch schon im Netz: www.youtube.com/watch?v=B84aCKmJVRM
Seit Ralph Junge durchsetzte, dass Urspringschüler keine Sperre mehr zu befürchten haben, wurde sein Ziel noch realistischer. Andererseits fehlte Engel, wegen einer Fingerverletzung bei der alljährlichen US-Reise Ursprings. Sollte die „NC DoubleA“ also doch nicht rufen, sieht sein Plan vor an der DSHS Köln zu studieren - „Europas renommiertester Sportuniversität“.
Ist nur noch eines offen. Zum herrlichen Namen Felix Engel, fehlt noch der Spitzname. „Engel“ oder „Soldat“ wird er gelegentlich unter Basketballkollegen genannt. Letzteres, weil er einst die aus der US-Army bekannten „Dog-Tags“ trug und diese mit einer einwandfreien Arbeitsmoral und muskulösen Körperbau vereinte. Israfil aka der 'Engel des jüngsten Gerichts' würde sicherlich auch passen...
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