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by Flo HolnburgerNBA-Summer-League (2) Wer startet durch?
Die ersten Gehversuche der
Rookies im Profi-Bereich wurden hier näher beleuchtet. Aber wie
machten sich die bekannteren Gesichter, die im Sommer zu Nachhilfe
nach Vegas gingen um im neuen Jahr durchzustarten. Hardcore-Fantasy-Manager (wie ich) sehen da ganz genau hin.
JJ Hickson – Cleveland Cavaliers – 19,3ppg - 6,3rpg
Hickson war bereits letztes Jahr einer den die Fans mehr forderten. Immerhin zeigte der Forward-Center neben vorbildlicher Arbeitsmoral auch echte Post-Moves. Leider steckte ihn Coach Brown schnell wieder ins Verließ, Tagesslicht sah er dann nur noch an hohen Feiertagen. Nach dem Abgang des „Auserwählten“ LeBron James, stehen die Cavs nun ziemlich konstatiert da. Man hat ein Team voller Follower ohne Kopf. Varejao, Jamison, Williams haben allesamt keine Upside mehr. Einzig Hickson hat dies. Er sollte davon profitieren und endlich ausgedehnte Spielzeit erhalten. Man kann von Hickson solide Werte um die 15/5 erwarten.
DeMar DeRozan – Toronto Raptors - 21,5ppg - 4,5 rpg - 58%FG - 40%3er
In Toronto werden offensichtlich Flugsaurier ausgebildet, denn kaum waren Tracy McGrady, Vince Carter und Chris Bosh ausgebrütet, wurden sie schneller flügge als Steuereinnahmen. Hoffentlich folgt nun DeRozan dieser Tradition nicht. In der LVSL trumpfte die Raptors-Hoffnung jedenfalls groß auf und nahm neben der altbekannten effizienten Neigung zu Penetrations plötzlich den Distanzwurf in sein Repertoire auf. Mangels Alternativen im Raptors-Kader wird DeRozan seine Zahlen aus dem Rookie-Jahr (8,6ppg und 3rpg) nun kräftig aufpolieren können. Ein heißer Tipp für den Most Improved Player!
Terrence Williams – New Jersey Nets – 18,8ppg - 3 rpg - 5apg
Tja, weder Wall noch Turner im Draft noch James, Wade, Bosh, Stoudemire oder Gay in der Free Agency. Keiner wollte in die Jersey-Swamps. Einer Stadt, die von echten New Yorkers so verlacht wie hierzulande höchstens Loddar Matthäus. Jetzt muss jedenfalls im eigenen Lager gesucht werden. Guard-Forward Williams wäre da eine echte Alternative, er besitzt mächtig Potential und könnte nun ordentlich aufdrehen. Bereits in den Schlussmonaten wurde der Allrounder auf bis zu drei Positionen eingesetzt und ließ sein Talent aufblitzen.
JaVale McGee – Washington Wizards – 19,5ppg – 9,3rpg
Die Konkurrenten auf der Fünf wurde allesamt aus D.C. Verjagt. Erfolgsdruck wich der Entwicklungsphase. Washington sollte in John Wall, Andray Blatche und dem talentierten McGee seine Leistungsträger haben. In Vegas war McGee plötzlich wie ausgewechselt und spielte härter als Granit.
Roddy Beaubois – Dallas Mavericks – 14ppg – 2,2rpg – 3apg – 44%FG – 32%3er
Da keine Stars nach Dallas kommen, ruhen sämtliche Hoffnungen auf den schmalen Schultern des französischen angehenden Sophomores. „Roddy B“ muss in den kommenden zwei Jahren den Schritt zum Superstar machen, ansonsten hat Dallas wohl keine ernsthaften Titelchancen. Ein echter Superstar verirrt sich wohl nicht mehr nach Texas. In LVSL blieb Roddys Erfolg allerdings überschaubar. Er war sehr bemüht sich zwar, es bleibt zu hoffen, dass der Druck nicht zu groß ist. Nach 4,2 Ballverlusten im Schnitt wird klar, dass Dallas noch dringend einen Back Up für Jason Kidd benötigt. Derweil mühte sich das französische Ewigkeitstalent Ian Mahinmi (6/7 im Schnitt) redlich ab, warum aber dem nach der Chandler-Verpflichtung überflüssig gewordenen Fünfer ein Vertrag angeboten wurde, bleibt schleierhaft.
DaJuan Summers - Detroit Pistons – 15,8ppg
Austin Daye – Detroit Pistons - 15,7ppg
Jonas Jerebko –
Dertoit Pistons – 10ppg – 5rpg
Dass Charlie Villanueva nur die Hälfte seiner 7 Millionen
Jahresgehalt wert ist, dürfte Pistons-GM Dumars im letzten Jahr auch
klar geworden sein. Mit Sommers, Daye und dem Schweden Jerebko wären
drei junge Forwards im Aufgebot, die erheblich leidenschaftlicher zu
Werke gehen.
Marcus Thornton – New Orleans Hornets – 18,5ppg – 6,5rpg
Die Hornets haben mit Thornton einen Guard-Forward der schwer süchtig ist... nach Penetrations. Er beherrscht zwar den Dreier nicht, aber ein Posten in N'Awlins' Startformation muss nun folgen. Darren Collison, das zweite letztjährige Wunderkind zeigte sich indes nur einmal (9/2/7). Ihm wird zugetraut Chris Pauls Rolle zu übernehmen, falls dieser doch noch getauscht werden sollte. New York oder (oh Schreck ein Miami II) die LA Lakers melden Interesse an.
Jrue Holiday – Philadelphia 76ers – 19.3ppg – 6apg
In Orlando machte Holiday keine Ferien sondern spielte richtig guten Basketball. Nun folgt der interessante Kampf um den Starterposten in Philly. Wird’s der pfeilschnelle Combo-Guard Louis Williams, der nur wenig Übersicht mitbringt oder eben der True Playmaker Holiday, der allerdings noch reichlich Fehler einbauen wird?
Reggie Williams – Golden State Warriors – 23,4ppg –
6rpg
Brandan Wright – Golden State Warriors – 15,5ppg – 4rpg
Der ungedraftete Williams konnte wieder einmal überraschen und sorgte wie bereits im abgelaufenen Jahr für staunende Augen des Betrachters. Seine Rolle dürfte in der Saison dann allerdings doch deutlich kleiner als in Vegas ausfallen. Der lange verletzte Wright kehrte derweil mit ansprechender Leistung zurück. In ihn setzt Oakland schon länger großes Vertrauen. Kann er sich nun endlich durchsetzen? Mit dem Neu-Warrior David Lee und dem Start-Center Andris Biedrins sind die Plätze im Frontcourt allerdings schon vergeben.
Ty Lawson – Denver Nuggets – 16ppg – 5,2apg – 59%FG – 43%3er
Hängt „Floor General“ Chauncey Billups seine Sneaker an den Nagel, steht der nächste schon bereit. Lawson ist ein großartiger Spieler, der für die Zukunft steht. Gute Court-Vision, schöner Distanzwurf, Allrounder-Fähigkeiten und ein Typ, der stets das Beste gibt. Anders Team-Member JR Smith, der sich in Las Vegas höchst gelangweilt zu zwei Auftritten und durchschnittlich 9 Punkten abmühte. Gerüchten zufolge gambelte er mehr in Casinos als sich auf Basketball zu konzentrieren.
Toney Douglas und Bill Walker – New York Knicks
14ppg – 4rpg – 5,2apg und 12ppg – 2rpg
Der Evolution freien Lauf! Douglas war eigentlich als höchst eindimensionaler Scorer bekannt, nun bindet er Mitspieler deutlich besser ein. Bill Walker musste derweil ordentlich abspecken um länger auf dem Court auszuhalten. Er scheint sich allerdings noch nicht komplett darauf eingestellt zu haben. Keine Frage, beide werden im kommenden Jahr wichtige Entlastung für New Yorks Backcourt liefern.... wenn sie endlich nicht mehr so viele dämliche Würfe erzwingen.
Earl Clark – Phoenix Suns – 14,8ppg – 5rpg
Der Abgang von Amar'e Stoudemire scheint die Suns gar nicht mal so schwer getroffen zu haben. Mit dem Neuverpflichtungen Hakim Warrick und Hedo Türkoglu reagierte man immerhin sehr schnell. Die Qualität eines STATs erreichen diese selbstredend niemals. Eine Alternative könnte der angehende Sophomore Earl Clark sein. Er ist immer noch mindestens ein Jahr davon entfernt, der NBA-Härte standzuhalten. Dafür reichert der leichtfüßige Clark Upside an, wie Nordkorea waffenfähiges Uran.
James Harden – OKC Tunder – 17,5ppg – 4rpg – 7%3er
In seinem zweiten Profijahr könnte der Sprung in OKCs Starting Five folgen. Mit dem Schweizer Thabo Sefolosha steht allerdings ein der besten Verteidiger der Liga vor ihm. Harden selbst kombiniert eine ähnlich starke Defense aber üblicherweise mit einem sehr sicheren Dreier. Weiß der Teufel, was die 7% Dreierquote in Vegas sollten.
Sam Young – Memphis Grizzlies – 19,4ppg – 3,8rpg – 54%FG –
39%3er
Hasheem Thabeet – Memphis Grizzlies – 11,4ppg –
8,6rpg – 2,8bpg
Wenn Rookie-Forward Xavier Henry schon unbedingt das Maximalgehalt abgreifen will und Memphis für selbiges gleichzeitig
nicht aufkommen möchte, dann wäre doch Sam Young die sympathischste
Alternative. Young kann zwar nicht viel mehr als Scoring - er ist genau genommen eindimensionaler als ein Punkt - dies dafür
richtig gut. In der SL fanden sich daher nur "junge" Opfer für ihn.
Der
letztjährige No.2-Pick Thabeet zeigte sich immerhin ordentlich
verbessert. Defense, Rebounding und ausgeprägtes Gespür für
Shot-Blocking werden in den kommenden Jahre seine Stärken sein.
Allein mit diesem Paket kommt er im Memphis allerdings nicht an Startcenter Marc
Gasol vorbei.
__________
Foto: catface 23 (creative commons)
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